Marie

Alter Ego

Bildlich und musikalisch versetzen sie uns zunächst in die Zeit der Renaissance und vermischen es mit dem heutigen Zeitgeist der Arbeitswelt. Ein surrealer Übergang wird geschaffen, indem die Models stark geschminkte Gesichter bekommen oder ein komplett rotes Gesicht.

Die Rede ist von Jale Richert und Michele Beil und ihrem gemeinsamen Label Richert Beil. Sie haben zum ersten Mal eine Show für die Berlin Fashionweek gemacht und standardisierte Muster aufgebrochen und mit einer Art Theatershow, welche die Gedankenwelt der Individuen in der heutigen Gesellschaft widerspiegeln soll, sowie die wahre Modewelt präsentieren.

Zu Beginn tragen sie eine Art Tracht und schließlich schwingt es langsam über in Business Anzüge und Oversized Strickjacken und Pullover. Die Zusammenarbeit mit der Juppenwerkstatt Riefensberg, lässt so zwei Couture Looks entstehen. Das zeitlose Design der Arbeitswelt (Anzüge mit klaren Linien) und die der Trachtenwelt. Das interessante jedoch ist die künstlerische Kombination mit den hinzugefügten Details, wie eine große Uhr oder einem rollenden Wagen wie aus der Irrenanstalt. Eines der Models fängt an Geld über den Laufsteg zu werfen und ein anderes fällt beabsichtigt auf den Boden. Auch fällt auf, dass es Menschen wie aus dem Leben gegriffen scheinen. Sie sind wie du und ich, wie wir und ihr. Man fühlt sich teils angezogen, mittendrin und sogar oftmals angesprochen, ja fast identifizierbar. Es ist ein Einblick in unsere heutige Zeit und auch der Einblick in die wahre Modewelt. Junge Labels welche belastet sind von einem Gelddruck (Model wirft Geldscheine) oder die Welt der Fast Fashion Industrie, geringe Qualität von Kleidung und der große Überschuss Gedanke. Dieses demonstrieren sie unter anderem mit einem Model, welches anfängt auf dem Laufsteg zu essen. Das Designer Duo möchte weiterhin damit unterstreichen, dass es kein Körperideal gibt in der Modewelt. Besonders ist ihnen jedoch der Fokus auf Nachhaltigkeit wichtig. Diesen verdeutlichen sie anhand eines Teddybären, welcher während der Show immer wieder sichtbar wird. Kleidung soll für sie kein saisonales Austauschprodukt sein.

 

Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019

 

Photos by Stefan Knauer & John Phillips/Getty Images for MBFW

 

 

Labyrinth der Düfte

Es war wie der Weg durch ein Labyrinth, vorbei an Hindernissen und neuen Abenteuern. Alle Sinne wurden dabei auf die Probe gestellt und besonders die feinen Nasen wurden besonders gefordert. Das Ergebnis ist das neue Münchner Nischenparfüm-Label Laborynthia. Es sind 5 wunderbare Düfte in den letzten Jahren entstanden, die so unterschiedlich sind und doch alle ihren ganz eigenen und persönlichen Charakter besitzen. Fest steht, es ist ein ganz besonderes Nischenparfüm-Label mit ganz besonderen kreativen Riechtalenten im Hintergrund.

Die Gründer Anna und Florian haben schon vor ihrem gemeinsamen Start mit Laborynthia im kreativen Bereich gearbeitet. Anna kommt aus dem Hair+Make-Up Bereich und Florian liebt die Fotografie. Sie beschreiben sich auch gerne so: Vier Augen  für die Schönheit, zwei Nasen im Wind.


 

Wir haben die beiden interviewt:

://CC Wie ist die Idee entstanden ein eigenes Nischenparfüm-label zu gründen, also wie seid ihr zusammengekommen?

A+F Die Idee entstand im gemeinsamen Urlaub unter Palmen in den Florida Keys. Wir wolten über die reine Schönheit hinaus eine Stufe weiter gehen, andere, tiefere Sinne ansprechen, und unseren Traum verwirklichen: mysteriöse Düfte entwickeln. Florian ist schon immer ein Hypersensoriker mit extrem ausgeprägten olfaktorischen Wahrnehmungen. Er riecht gern an allem. Zusammen sind wir seit Jahren. We are in love!

://CC Wie ging es dann weiter, als ihr beschlossen habt, Laborynthia zu gründen? Wie lief die Namensgebung des Labels und der Düfte ab?

A+F Ja die Namensgebung, eine wunderbare Frage, und eine wunderbare Zeit! Alles fing vor fünf Jahren mit unserem ersten kleinen Fragrance-Labor in München an. Schnell haben wir gemerkt dass unsere Suche nach den Düften, nach den Rohstoffen, nach dem perfekten Zusammenspiel der Moleküle einem riesigen Labyrinth gleicht – immer wieder rennst Du in Sackgassen, musst umkehren, und suchst neue Wege in verwirrenden, verwinkelten und mysteriösen Welten. Letztendlich ist es eine Mischung aus Labor und Labyrinth geworden.

Die Namen der einzelnen Parfüms waren dann Ausgangspunkt, Konzept und Inspiration für die Kreation und maßgeblich für deren Entwicklung, deren Duft verantwortlich. Odette und Odile sind die beiden Schwäne in Tschaikowskis Schwanensee, dessen schicksalshafte Dualität wunderbar in „Black Swan“ verfilmt wurde – das Zarte, unschuldig Elegante, was vom Dunklen, zielstrebig Erotischen herausgefordert wird. Interessant dabei ist für uns, dass die ursprüngliche Version Tschaikowskis keinen festgelegten Ausgang besitzt, und so unendlich viele Interpretationen und Variationen des offenen Endes denkbar bleiben. Ausserdem sind wir beide grosse Fans von Jean-Luc Godards Filmen und seiner Sixties-Ode an die Schönheit, die Leidenschaft und den Verrat: Die sommerliche Hitze von Rom und Capri und die überirdisch erotische Ausstrahlung von Brigitte Bardot inspirierten uns zu Le Mépris. Der Artist ist eine Hommage an die Freiheit und Unkonventionalität des Künstlers, der sich nicht in Rahmen pressen lässt und auch gerne mal aneckt, und riecht nach Leder, Holz und Unangepasstheit. Solitude entstand durch das herrliche Gefühl der Freiheit, alleine unterwegs zu sein: In selbstgewählter Stille, fernab von Hektik und Stress, an magischen Orten, dem Teakdeck eines Segelboots, der hölzernen Veranda einer dunklen Bar auf Mustique. An ihm haben wir insgesamt am Längsten gearbeitet.

://CC Ihr habt speziell nur 5 Düfte, hat das einen Grund?

A+F Ja, wir wollten jetzt mal loslegen. Wir arbeiten im Hintergrund seit beinahe fünf Jahren – an vielen unterschiedlichen Duftprojekten, und auch an weiteren, spannenden neuen Kreationen. Doch alles hat seine Zeit.

 

://CC Wie sind eure Düfte denn überhaupt entstanden und welche Einflüsse haben dabei eine Rolle gespielt?

 

A+F Wie oben schon erwähnt nehmen wir ein Gefühl, einen emotionalen Zustand, einen Impuls, der aus unterschiedlichtsen Richtungen kommen kann, Film, Theater, Ballett, unseren Erfahrungen, Reisen, Momentaufnahmen, und versenken uns anschliessend komplett in dessen Tiefenwirkung auf uns. Dann komponieren wir um diese Eindrücke herum die stoffliche Zusammensetzung. Das ist ein ungeheuer komplizierter und langwieriger Prozess, ähnlich dem Komponieren einer Symphonie. Es gibt so viele Moleküle, so viele natürliche Stoffe die man erst mal genau kennenlernen darf, die sind wie vollkommen unterschiedliche Charaktere, deren Wechselwirkung untereinander dann bis ins kleinste Detail ausgefeilt wird und am Schluss harmonieren – stimmen – muss. Weisst Du, wenn du bei Chopin auch nur eine Note falsch spielst, merkt das beinahe jeder – sofort. Diese Fokussierung, diese Hingabe, dieses Eintauchen und Komponieren funktioniert nur in absoluter Konzentration und Stille. Deswegen haben wir Laborynthia geschaffen: Ein kleines verborgenes Labor am Ende der Welt, umgeben von Wäldern und Natur. Keine Ablenkung. Ruhe.

 

://CC Das ist eine wunderbare Beschreibung! Wo genau kann man eure Düfte denn kaufen?

 

A+F Ab August werden wir in München exklusiv bei Ludwig Beck geführt, sowohl im wunderbaren Parfumeriestore als auch in den fünf Höfen. Darüber hinaus sind wir mit weiteren sehr interessanten Partnern im Gespräch. Und natürlich kann man unsere Düfte und unser Discovery-Set online bei uns auf der Website bestellen.

 

://CC Was sind eure weiteren Pläne für die Zukunft, wo möchtet ihr mit eurem eigenen Label hin und was habt ihr eventuell noch geplant?

 

A+F Es gibt noch viele Pläne. Zum einen arbeiten wir wie bereits erwähnt an neuen Duftkompositionen, die auf ihren Auftritt warten. Und selbstverständlich will Laborynthia die Welt erobern! Gespannt warten wir daher auf die nächsten faszinierenden Abzweigungen, die dieser aufregende Weg noch für uns bereit hält. Wir blicken mit großer Freude in die Zukunft: Wir sehen unseren Namen in Leuchtbuchstaben.

 

://CC Was macht euer Label besonders und wieso hebt es sich von anderen Labels ab?

 

A+F Weisst Du wir verfolgen wirklich einen wahren, authentischen Manufakturgedanken. Wir achten unglaublich genau auf die Details. Ich meine wir bedrucken unsere Flakons per Siebdruck selber, schleifen und polieren die wunderbaren Hölzer für die Kappen von Hand. In unserem Labor experimentieren wir täglich mit unseren Riechstoffen und etwa 200 natürlichen Ätherischen Ölen, Harzen, Balsamen, Absolues, rühren unsere Formeln in kleinen Batches von Hand an und lassen unsere fertigen Konzentrate monatelang mazerieren. Wir geben den Dingen die Zeit, die sie benötigen. Parfumkreation erfordert extrem viel Geduld. Jede neue Komponente will mit den anderen Dingen zusammenwachsen und erst nach Wochen weiß man wohin sich das Zusammenspiel entwickelt. Klar, irgendwann bekommst du ein Gefühl für was wie laufen könnte, aber letztendlich ist es ein wenig wie beim Wein oder beim Whiskey und so richtig lässt sich nichts voraussagen. Klar, Du nimmst die besten Trauben, aber baust du den Wein im Barrique aus? Manchmal hast du erst nach Monaten der Lagerung die Sicherheit ob eine Idee, ein Einfall den du hattest Flügel bekommt – oder ob Du im Entwicklungsprozess wieder zurückgehst und eine andere Richtung einschlägst. Es ist auch schon vorgekommen dass wir nach einem Jahr alle Änderungen komplett verworfen haben und am ursprünglichen Konzept noch mal komplett von Vorne angefangen haben. Aber wenn am Ende dann alles stimmt ist das einfach unbeschreiblich.

 

://CC Kein einfacher Weg, dafür aber aufregend! Würdet ihr jetzt noch einmal etwas anders machen, wenn ihr könntet?

 

A+F Es wäre toll gewesen manche Steine von Anfang an zu sehen – und nicht erst wenn man über sie stolpert. Aber weißt du, das Leben ist ja auch ein Labyrinth und letztendlich ist das Geheimnis natürlich schon auch genau der Weg, den du gegangen bist und er macht deinen ganz eigenen, besonderen Charme aus, Stolpern inklusive. Insofern – jein! Kleinigkeiten werfen dich teilweise Monate zurück, z.B. eine technische 3D-Zeichnung für den Kappenverschluss, wer macht mir die jetzt? Für alles gibt es jemanden, der es gerne gegen entsprechendes Honorar für dich erledigen will, aber dann ist es nicht mehr dein Baby, und du würdest essentielle Bestandteile in andere Hände geben. Da wollten wir uns lieber treu bleiben, wirklich alles selber zu konzipieren, zu verstehen, zu lernen – seehr viel zu lernen – auch wenn es manchmal irre lang gedauert hat und mächtig anstrengend war.

 

://CC Aller Anfang ist schwer, was würdet ihr jemanden mit auf den Weg geben, der ebenfalls sein eigenes Label gründen möchte?

 

A+F Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten. Das unterscheidet den Gewinner vom Verlierer: er gibt nicht auf. Und: Man unterschätzt leicht was so ein Unterfangen kostet und wie lange es dauert. Wir haben das  zum Teil sogar ganz massiv unterschätzt. Alleine die Rohstoffbeschaffung… Auf der anderen Seite ist es vielleicht auch ganz gut wenn du nicht genau weisst was alles auf dich zukommt, sonst fängst du eventuell erst gar nicht an. Aber: Versucht zumindest so klar wie möglich im Vorfeld Aspekte einzukalkulieren, die man gerne am Anfang mal nicht auf dem Schirm hat, z.B. die rechtlichen, die sicherheitsrelevanten Anforderungen. Das wird ganz schnell ganz viel. Ich meine der Schrank, in dem wir unseren Parfumalkohol lagern, kostet einen mittleren vierstelligen Betrag. Ein Schrank!

://CC Wow, dass ist nicht schlecht. Wer hätte das Gedacht. Was ist denn euer ganz persönlicher Lieblingsduft eures Labels und warum?

 

Anna Ich liebe alle unsere Baby’s. The Artist ist seit Jahren mein Daily Duft, den trage ich am häufigsten. Flo wollte den ein paarmal ändern, noch was dran schrauben, aber ich habe es ihm verboten, jedes Mal! Es war Liebe auf den ersten Hauch. Er ist perfekt. Odette und Odile benutze ich gerne am Abend, wenn ich meine Sneaker gegen andere Schuhe eintausche und Le Mepris ist der absolute Sommerduft für mich. Raus aus der Dusche, rein ins Sommerkleid, le Mépris und ab in die Sonne. Solitude schließt das Ganze ab, den trage ich auch sehr gerne alternativ zum Artist.

Florian Für mich ist es ehrlich gesagt immer der, an dem ich gerade arbeite, denn in diesen Duft muss ich mich vollends fallen lassen, ihn mit jeder Pore atmen, spüren, er muss mich zum Klingen bringen, die entsprechenden Akkorde in mir bewegen. Weisst du, jeder der fünf Düfte, die abgeschlossen, fertig sind, hat das in und mit mir getan, während er entstand. Meine Aufgabe im Schaffen: Den Blick nach vorne. Ich richte meine Aufmerksamkeit ganz ins Hier und Jetzt, in den jeweiligen neuen Entstehungsprozess. Darüber hinaus trage ich selbst mittlerweile leider sehr selten Düfte, weil ich meine Nase frei halten muss, sonst gewöhnt sie sich an einzelne Nuancen, Noten – und nimmt sie anschliessend nicht mehr wahr. Aber soviel kann ich verraten: There are beautiful things to come!

 

://CC Wir sind sehr gespannt! Wie läuft eure Zusammenarbeit genau ab, wer macht was und wieso?

 

A+F Wir sind zu zweit. Also keiner von uns macht irgendwas, wir delegieren nur noch. Anna, die Bezahlfunktion per Kreditkarte hängt –  okay, dann soll sich das IT-Department drum kümmern! Flo, wo ist die Rechnung vom Bulgarischen Rosen-Absolue? Frag halt bitte in der Buchhaltung nach! Du die Verpackung für’s Discovery-Pack ist immer noch nicht da – beschwer Dich bei den Jungs von der Logistik! Hast Du das Model schon angerufen? Nö, das Casting ist Sache der Werbeabteilung. Anna, am Artist würde ich noch gerne ein wenig … NEIN, auf keinen Fall!! Das Interview lief aber seltsam, wer kommt denn auf solche Antworten? Lass uns das Marketing-Team feuern!
Wieso ich? Du, weil’s sonst keiner macht!

 

://CC Na das scheint doch eine gelungene Zusammenarbeit bei euch beiden zu sein. Also auch im Arbeitsleben ein perfektes Team!

 

Fotos: Laborynthia
Website: LABORYNTHIA

 

Von der Muse geküsst

Wir ziehen uns gegenseitig an.
Magie liegt in der Luft, wenn wir beide den Raum betreten. Elektrisierend wirken wir auf stille Betrachter.
Du, von Anmut und Grazie umgeben.
Ich, von Kreativität und dir, der Muse geküsst.
Wir können nur miteinander.
Ohne uns sind wir nichts.
Jeder Sonnenstrahl wird eingefangen um deine Blüten blühen zu lassen. Jede Sekunde wird aufgesogen um Seide um deinen Körper zu drapieren. Ein Meer aus Blumen lasse ich für dich wachsen, damit du mich jeden Morgen aufs Neue küsst. 

..weit weg von jeglicher Schnelllebigkeit und Geschwindigkeit die unsere heutige Lebenszeit wie eine schwarze Wolke überzieht und uns geradewegs in den Stress hinein rasen lässt. Dabei verpassen wir das Schöne und das Besondere am Leben. Die einzigartigen Momente und Erlebnisse. 

Marcel Ostertag bewegt sich fernab dieser Zeit und möchte mit seinen Kollektionen wieder daran erinnern, dass es da noch etwas anderes gibt, als die Geschwindigkeit in unserem Leben, nämlich Zeit für das Schöne und Einzigartige. Für besondere Menschen mit Persönlichkeit die sich ihrer Wirkung auf andere bewusst sind und Haltung zeigen gegenüber Konsum und Nachhaltigkeit. In Ostertags Leben sind es besonders seine Mutter Doris Ostertag und seine Brand Managerin Julia Gockeln. Es sind seine Musen, welche auch die Inspirationsquelle seiner Spring/Summer Kollektion 2019 präsentieren. Wie von einer Muse geküsst, wird Ostertag durch seine Ideen geleitet und vollbringt eine inspirierende Linie voller Farben und Ausdruckskraft. 

Der florale Regenbogen der die Kollektion wie ein roter Faden durchzieht, soll als Zeichen des Aufbruchs, der Veränderung und Frieden stehen. Ein Symbol für Akzeptanz und Toleranz. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren lässt der Designer auch Männer über den Laufsteg laufen, sie sollen das Thema ,,Gemeinsam kämpfen wir in einer Zeit des Aufbruchs“ unterstützen. 

Die Kollektion wird geleitet durch kraftvolle Farben wie Flieder und ein starkes Gelb und Orange. Es soll zarte Persönlichkeiten hervor heben und Ausstrahlung schenken. Zwischendurch sieht man leichtere und weichere Farben wie helle Pflaumenfarben und Rosatöne in Verbindung mit Rüschen, die dem Zarten wieder etwas mehr Selbstbewusstsein verleihen. 

Die Irisblüte wird als Allover-Print in der Linie eingesetzt und zeigt damit eine Hingabe zur Natur und Gelassenheit. Es soll an Frieden und Ruhe erinnern, besonders in Zeiten der Schnelllebigkeit. 

Fotos: Lookbook Marcel Ostertag Muse Spring Summer 2019 – WilkPR

So fresh-so clean

Die Haut ist der Spiegel unserer Seele. Was uns bedrückt, wie es uns geht und was wir fühlen und empfinden, lässt sich oftmals nicht verschweigen. Denn unsere Haut zeigt es. Sind wir gestresst, können wir fettige, unreine Haut entwickeln oder auch trockene und schuppige. Doch nicht nur unser Empfinden beeinflusst unser Hautbild. Umwelteinflüsse und unsere Ernährung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Lebensmittel geben unserer Haut wichtige Nährstoffe, welche sie zum strahlen bringen kann. Zum Beispiel Karotten. Sie enthalten viel Beta Carotin, eine sogenannte Vorstufe von Vitamin A, welches für den gesunden Aufbau unserer Haut sorgt und vor DNA-Schäden, wie der Sonne schützt. Neben vielen wichtigen Lebensmittel ist aber auch ausreichend Flüssigkeit der Grundbaustein einer gesunden Haut. Wasser lässt wichtige Nährstoffe zu den Zellen wandern und sorgt damit für den richtigen Spannungszustand des Hautbildes. Neben der falschen Ernährung kann das Stadtleben unserer Haut sehr schaden. Gifte Abgase saugt unsere Haut auf und verunreinigt oder stresst sie. Deshalb ist es wichtig seine Haut zu pflegen und ihr zu helfen Verunreinigungen und Schmutz zu beseitigen. Bei der Pflege ist es ebenfalls wichtig, auf die Inhaltsstoffe zu achten. Wir haben für euch unsere Lieblingslinien zusammengestellt und den perfekten Weg zur gereinigten und entspannten Haut erstellt.

 

FAVOURITE:

 

AESOP: IN TWO MINDS

Es ist die neue Hautpflegelinie von Aesop, die eine beanspruchte Mischhaut wieder ins Gleichgewicht zurückholt. ,,Mischhaut ist typischerweise durch glänzende Partien an T-Zone oder Stirn charakterisiert, mit trockenen bis sehr trockenen Bereichen an den Wangen, und neigt eher zu Reizungen“ Dr. Rebecca Watkinson, Innovation und Research Manager von Aesop. Die Pflegereihe besteht aus einem Gesichtsreiniger, Toner und Feuchtigkeitspflege. Alle drei arbeiten gemeinsam daran, die Haut zu reinigen und die Talgproduktion wieder zu normalisieren. Dabei wird die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und keineswegs Irritationen hervorgerufen. Von der Entwicklung bis zur Fertigstellung der neuen Linie sind drei Jahre vergangen, um die perfekte Kombination herzustellen.

Facial Cleanser: Reiniger auf Gelbasis. Enthält Salicylsäure und reinigt sanft aber sorgsam. Entfernt überschüssigen Talg ohne dabei die Haut anzugreifen. 100 ml – 33 Euro | 200 ml – 49 Euro

Facial Toner: Enthält Niacinamid und Panthenol, welche die Haut beruhigen und in ein angemessenes Gleichgewicht zurückführen. 100 ml – 35 Euro | 200 ml – 55 Euro

Facial Hydrator: Enthält viele pflanzliche Inhaltsstoffe, wie Andiroba- und Copaiba- Öl, sowie Acai. Diese reichern die Haut mit wichtigen Nährstoffen an und verleihen ihr Feuchtigkeit. 60 ml – 59 Euro. Photos: Aesop

 

SUSTAINABLE:

 

SUSANNE KAUFMANN

Die Produkte sind natürlich und wirksam. Inzwischen gibt es über 90 funktionale Pflegeprodukte. Jedes einzelne davon, entspricht einem wertvoll gesammelten Erfahrungsschatz aus vielen Jahren praktischer Anwendung im eigenen Hotel Spa. Es wird eine schonende Herstellung gewährleistet, um sicherzustellen, dass alle Vitalstoffe und Anti-Oxidantien ihre maximale Effektivität behalten. Die Produktion arbeiten nach ökologischen Standards: 

  • Nachhaltige Produktion durch Einsatz von Solarenergie
  • Regionale Zulieferer garantieren kurze Transportwege
  • Verwendung von recycelten Materialien

Cleansing Gel: Enthält einen pflanzlichen Wirkkomplex aus Spitzwegerich und Meisterwurz. Das Gel eignet sich für normale Haut und zu fettigen Partien neigende Haut. Die Waschsubstanzen sind biologisch abbaubar und stammen aus nachwachsenden Rohstoffen. 100 ml – 32 Euro | 250 ml – 50,42 Euro

 

 

Tonic soothing: Das erfrischende Tonic klärt die Haut, ohne sie auszutrocknen. Es eignet sich besonders für Mischhaut und für zu fettigen Partien neigende Haut. Der darin enthaltene pflanzliche Alkohol hat eine antibakterielle Wirkung. 100 ml – 31 Euro | 250 ml – 48,74 Euro

 

Face Fluid Line F: Ist eine innovative Pflege für die ölige T-Zone und trockenen Wangenpartien. Enthält es einen fein abgestimmten Kräuterkomplex aus Ringelblumenblüten, Kamillenblüten und Hamamelis.  Diese effektiven Pflanzenessenzen bewirken den Ausgleich der übermäßigen Talgproduktion und stabilisieren den Feuchtigkeitshaushalt. Als Trägerstoff dient feinstes Sonnenblumenöl. 50 ml – 58 Euro. Photos: Susanne Kaufmann

 

VALUE:

 

EMMA S.SKINCARE

Emma S. Wiklund ist ein ehemaliges schwedisches Model. Sie entwickelte eine Pflegeserie basierend auf der Hautpflege, welche sie selbst benutzte, als sie als internationales Model, Schauspielerin und TV-Moderatorin arbeitete. ,,In den 90er Jahren war es nicht möglich, Photoshop-Bilder so zu bearbeiten, wie es heute üblich ist, und deshalb musste die Haut makellos sein. Hautpflege wurde zu meinem wichtigsten Werkzeug für meine Arbeit“, sagt Emma. Emma S. skincare wird in Schweden entwickelt und hergestellt, sie verbinden Wissenschaft und Natur.

 

Cleansing facial wash: Enthält Glycerin, welches die Haut weich macht und sanft befeuchtet. Der Cleanser ist für alle Hauttypen geeignet und hat einen angenehmen Duft von Neroli und Orange. 50 ml – 7 Euro | 125 ml – 17 Euro.

Jasmine facial toner: Enthält Phyto Fleure Jasmine, welches von der Jasmin Pflanze gewonnen wird. Es wirkt erfrischend und kühlend. Weiterhin enthält es Glycolysat of Cucumber UP, Glycerin und Cetiol HE, welches ebenfalls erfrischt und deine Haut weich und geschmeidig werden lässt. 200 ml – 18 Euro.

Sensitive night cream: Enthält Meadow foam seed oil, Jojoba Oil, Camelina und Vitamin E, welches die Haut mit Omega 3 und 6 nähren und sie weich werden lässt. Sie schützen die Haut über Nacht und lassen sie erfrischen von einem gestressten Tag. 50 ml – 31 Euro. Photos: Emma S. skincare

 

 

Opium – Eine Hommage an Yves Saint Laurent

Meine Ode an die Mode:
Der Geruch von intensivem Moschus legt sich wie ein Schleier auf den purpurnen Kleidern ab. Wie ein stiller Begleiter. Durch Rauchschwaden tanzen wir von Raum zu Raum. Tiefer und dunkler hinein in den Strudel des Genusses. Zeit ist ein Teil von uns.
Weil wir und das, was wir tragen, zeitlos ist.
Gestern, heute und morgen werden wir tanzen.
Opulenz gehört zu uns wie klassische Eleganz.
Schwerer Samt lässt uns Bodenhaftung spüren.
Du lächelst verrucht, so wie die Mohnblume.
Die Zweideutigkeit unserer Liaison lässt meinen Puls höher schlagen. Ich bin süchtig. Süchtig nach Mode.
Und dir.

Der Designer Marcel Ostertag schickt wieder einmal mit seiner neuen Kollektion einen Appell an uns alle-wir sollten uns mehr Zeit nehmen und diese kann man besonders mit Mode vereinen. Es ist der Genuss von Mode und die verbundene Sucht, welche aus dem Konsum strömt und uns leiten soll. Zeit nehmen den Stoff eines Kleidungsstück zu spüren, es anzusehen und sogar zu riechen. Alle Sinne sind gefragt.

Seine neue Kollektion Opium ist eine Hommage an Yves Saint Laurents Lebenswerk. Rauschende Feste und glamouröse Inszenierungen dienten als perfekte Inspiration für die Linie. Der Name angelehnt an Yves Saint Laurents opulenten Duft.

Es sind die Details mit denen er uns verführt-eine orangene Schnalle befestigt an einem Seidenkleid. Es sind die Stoffe die uns in den Bann ziehen-ein Pelzmantel in Kontrast zu einem hauchdünnen zarten Kleid. Es ist die Freizügigkeit mit der uns hilft loszulassen und uns in der Zeit schwelgen lässt-ein durchsichtiges schwarzes langes Kleid, bestickt mit schwarzen kleinen Perlen.

Photos by Frazer Harrison/Getty Images for Marcel Ostertag
Wilk-PR

 

By Malene Birger – Fall Winter 2018

Auf einer 25 Meter langen Leinwand präsentierte sie ihre erste Kollektion für das dänische Label By Malene Birger als Filmprojekt. Mathilde Torp Mader ließ sich von der Vintage Ski Kleidung der 60er leiten und hat es mit der Abendkleidung der 30er kombiniert. Die typische Verkleidung und Wattierung der Outwear der 60er floss unter anderem in einen ärmellosen langen schwarzen Mantel mit braunen Chevron Streifen. Sie verwendete hinsichtlich ihrer Inspiration Schafsfell für einige Mäntel und schuf somit eine Kombination aus Perfektion und praktischer Kleidung.

Zusätzlich sind Accessoires und Schuhe angelehnt an die Kleidung der 30er Jahre unterstrichen von dünnen Leder Gürteln. Kontraste setzt sie zum Beispiel auf Farben. Zu den dünnen schwarzen Ledergürteln kombiniert sie ein knallpinkes Kleid oder zu einem schwarzen Leder Outfit setzt sie Kontraste mit orangenen und cremefarbenen Schlangendetails, wie an Armen und Beinen oder auch eine Knopfleiste aus einer Schlangenoptik.

Zusätzlich ließ sie einen voluminösen Mantel in Leoparden Optik in Pink und Camel einfließen und schuf somit eine kleine Überraschung abseits ihrer Linie.

Das Publikum hatte sie bereits auf ihrer Seite indem sie sich gegen eine normale Catwalk Show entschied und etwas anderes probierte, wie ein Filmprojekt. Es wurde zu etwas außergewöhnlich künstlerischem und es wurde ein Film präsentiert, basierend auf ihren Inspirationen der Kollektion.

Sie konnte sich mehr entfalten, als bei einer normalen Runwayshow.

Creative director: Mathilde Torp Mader
Stylist: Mattias Karlsson
Photography/Direction: Casper Sejersen
Models: Maggie Maurer | Juliane Gruner | Asta Fjeldhagen
Jewellery: Kindly provided by Georg Jensen

 

 

 

 

Elaine Hersby – AW18

Gegen die traditionelle Norm des Laufstegs hat sich Elaine Hersby mit ihrer AW 18 Show in Kopenhagen gestellt. Passend zur farblich unterschiedlich gehaltenen Linie ihrer Kollektion, durften sich Models frei auf dem Runway bewegen, ja sogar tanzen. Eine mal etwas andere Performance, wie wir sie sonst gewohnt sind.

Zu sehen waren luftige bunte Kleider, welche einem erlauben sich frei zu bewegen. Auch weitere bunte Hoddies mit buntem Kunstfell wurden über den Runway getragen. Details wurden mit unterschiedlichen Schnitten und Faltentechniken gesetzt. Aber ein besonderer Eyecatcher gelang ihr mit besonderen farblichen Kontrasten. Mal ein violettes Kleid und dann wieder ein schlichtes schwarzes oder graues.

Auch wenn die Designerin Hersby sich diesmal gegen die gewohnte Norm hinweggesetzt hat, ist sie ihrem Stil treu geblieben und hat minimalistische und moderne Schnitte verwendet. Dabei wird sie auch heute immer noch von ihren Erfahrungen aus ihrer Zeit bei Acne Studios und Henrik Vibskov geleitet.

 

Photos: James Cochrane & Lasse Steinmetz
Make Up: Julie Prødel

 

Martin Asbjørn – Teenage Dirtbag

Die Adoleszenz eines Jeden ist geprägt von emotionalen und physischen Veränderungen. Es ist einer der größten Wandlungen im Leben und nicht einer der einfachsten. Es werden Grenzen getestet, ganz Neues ausprobiert und die Welt scheint in dieser Lebensphase oft auf dem Kopf zu stehen. 

Diese besonders prägende Zeit eines Jugendlichen greift der dänische Designer Martin Asbjørn in seiner neuen Kollektion – Fall18 – auf. Er bleibt seinem Schwerpunkt treu und widmet sich diesmal wieder intensiv der Schneiderei und den Details zu. Die Models sind seinem Thema getreu und entsprechen der Zeit der Adoleszenz.

The vibe is charming and full of teen angst

Neben den karierten Stoff und Kordhosen wird farblich mit Rot, Schwarz und Braun gespielt und kombiniert mit weiten Hoddies und Langarmshirts. Hin und wieder ist ein Rosa zu entdecken, als Jacke oder vermischt in einem bunten Hemd. Details setzt er auf Taschen an Hosen und Jacken, sowie dem extravaganten Schmuck. Insgesamt wirken die Looks eher lässig und dem Thema getreu. Die Kollaboration mit Dr. Martens unterstreicht das Jugendliche. Auf weißen, schwarzen und dunkelroten Boots wird farblich in Kontrast zum Schuh das Thema wiedergegeben, ,,Teenage Dirtbag“.

When I designed the AW18 collection, I immediately thought of Dr. Martens. The brand appeals to people with a strong personal style, so it has been worn by various subcultures – from rock musicians to punks, the brand has been their first choice and a synonym with rebellious youth culture. And it has never lost it’s cool-factor – Asbjørn

 

 

CIFF/Copenhagen International Fashion Fair
Stylist/ Christian Scheisner
Make-Up/ MAC
Scoop Models
Ninna York
Dr.Martens
Mathmos
Spalt PR

Sie sehen das was du nicht siehst..

..und zwar die perfekte Bildinszenierung. Sie haben den Blick für das Besondere und heben die starke Frauenfigur hervor.

Es sind die Helden der Fashionfotografie – Mert Alas und Marcus Piggott.

Alas, geboren in Istanbul, sollte eigentlich gar kein Fotograf werden. Seine Eltern sahen ihn vielmehr in der Musikszene. Mit 20 wusste er allerdings das ihn die Mode weitaus mehr begeistert. Er eröffnete einen Modesalon in Istanbul mit Freunden. Dort wurden Einzelstücke der Abendmode geschneidert und verkauft.

Später zog es ihn nach London, da er immer mehr in seinem Umfeld auf Unverständnis stoß, wenn es um seine sexuelle Neigung ging. Alas erkannte recht früh, dass er sich zu Männern hingezogen fühlte.

1994 lernte er Marcus Piggott in London kennen, heute nicht nur sein Arbeitskollege, sondern auch sein Lebenspartner.

Piggott studierte Grafikdesign und Fotografie in Brighton. Zusammen ergänzen sie sich und kreieren ein Meisterwerk nach dem anderen.

Mit ihren ersten Aufnahmen landeten sie auf das Cover von Dazed & Confused.

Heute kümmern sie sich um das Image von Giorgio Armani, Roberto Cavalli, Fendi, Miu Miu, Gucci, Yves Saint Laurent, Givenchy und Lancôme. Sie füllen Magazine wie die Vogue, Interview Magazine, The Love Magazine und Pop Magazine mit ihrer Kunst. Außerdem begeisterten sie Madonna, Julia Roberts, Rihanna, Shakira, Gisele Bündchen, Björk, Gigi Hadid, Lindsay Lohan und viele weitere Celebritys.

Die Inszenierung der starken und sexuell selbstbewussten Frauenfigur zeichnet die beiden besonders aus. „Kraftvolle Frauen, Frauen mit Signalwirkung – eine Frau, die weder groß reden noch sich bewegen muss, um klarzumachen, wer sie ist“.

Nun gibt es eine Limited Edition in Zusammenspiel mit Giovanni Bianco, bei TASCHEN zu erwerben. Eine gelungene Einleitung stellt Charlotte Cotton, Kurautorin und Schriftstellerin, den rund 300 Bildern vorweg.

Kate Moss, Vogue Nippon/Japan, London 2011

Kate Moss, Vogue Nippon/Japan, London 2011

Marion Cotillard, Vogue Paris, London 2010

Marion Cotillard, Vogue Paris, London 2010

Naomi Campbell & Alex Kovas, Interview Magazine, London 2010

Naomi Campbell & Alex Kovas, Interview Magazine, London 2010

Mia Rae, Tamy Glauser, Ava McAvoy, Ruth Bell, Grace Boll, W Magazine, New York 2016

Mia Rae, Tamy Glauser, Ava McAvoy, Ruth Bell, Grace Boll, W Magazine, New York 2016

Lara Stone, W Magazine, London 2012

Lara Stone, W Magazine, London 2012

Saskia de Brauw, Self Service Magazine, London 2015

Saskia de Brauw, Self Service Magazine, London 2015

 

Kate Moss, Love Magazine, London 2009

Kate Moss, Love Magazine, London 2009

 

Gisele Bündchen, Pop Magazine, London 2003

Gisele Bündchen, Pop Magazine, London 2003

 

Anja Rubik, Love Magazine, Los Angeles 2010

Anja Rubik, Love Magazine, Los Angeles 2010

EHMTEAHES

Man assoziiert ihn gerne zu schnell mit Rosen, mit der typischen silbernen Kette als Strick oder mit seinen Shirts, mit denen er bekannt wurde. Es ist das, was man auf den ersten Blick sieht, doch es steckt viel mehr hinter Eric Wodegnal’s Label MTAS – More Than A Shirt und viel mehr hinter dem Gesicht des Labels.

Gerade erst hat er seine Pop Up Store Tour hinter sich. Sie zog sich durch Deutschland, durch die großen Städte wie München, Hamburg, Berlin etc. und zusätzlich auch in seine geliebte Stadt Wien, in welcher er bereits eine Weile lebte. Sie standen bereits Stunden vorher Schlange, weil sie seine Designs kaufen wollten. Es hat nicht lange gedauert, da war der Laden bereits wieder leer gekauft. Doch es geht ihm nicht um das Geld was er dabei macht, sondern um viel mehr.

Jetzt hat er seine neue Kollektion I fell asleep and forgot to die herausgebracht. Von viel Werbung hält er nichts. Es gab einzig und allein ein Countdown aus Bildern, welche er täglich hochgeladen hat, die auf die neue Kollektion hinweisen sollten. „The prettier the garden the dirtier the hands of the gardener“, „I will be my own hell, because there is devil inside my body“ und „Nothing gets better, nothing was the best, we are unhappy, we are unblessed“ zieren die Shirts seiner neuen Kollektion.

Um den Gedankenweg zu seinen Design zu verstehen, muss man zurückblicken und ein wenig hinter die Fassade sehen..

 

Eric Ich habe im Sommer 2013 aus Spaß angefangen mir selbst Dinge zu machen, zum Beispiel Sachen bemalt. Dazu kam, dass es damals noch cool war, Taschen auf Shirts zu nähen. Ich wollte auch unbedingt so ein Shirt haben, habe es aber so wie ich es haben wollte, nirgends gefunden. Ich habe es mir dann einfach selbst genäht. Gibt es hier noch Textilunterricht?

://Cc Ja!

Eric Oh mein Gott, die sind so blessed, dass die das noch haben. Daher konnte ich auch mit der Hand nähen. Dann bin ich zu meiner Oma gefahren, habe mir selbst Stoff gekauft und selbst Sachen genäht, die ich einfach haben wollte. Aber alles ohne Definition, dass Wort Mode war damals noch ganz weit entfernt. Überleg mal ich war 15 Jahre, glaubst du da hat man schon die Intention ein Label zu gründen oder Designer zu werden.. Es war einfach so, ,,ja ich habe halt Klamotten“. Dazu kommt noch, dass ich damals zu der Zeit meine krasse Tumblr Zeit hatte und habe viele meiner Sachen dort hochgeladen, ohne jegliche Hintergedanken. Und dann kam schon die erste Resonanz. Die Leute haben mich gefragt, krass wo kann man die Sachen kaufen? Und dann dachte ich, okay ich mache das jetzt einfach. Aber ohne daran zu denken, daraus viel Geld zu schlagen. Ich habe sogar teilweise die Versandkosten übernommen und habe noch Minus gemacht. Irgendwann hat das dann über Tumblr größere Wellen geschlagen in meinem Umfeld. Es war dann auch etwas zu viel irgendwann für mich. Ich bin kaum noch hinterhergekommen. Dann wurde mir klar, okay ich muss das irgendwie trennen. Ich habe dann eine extra Facebook Seite erstellt. Das war quasi der Anfang von diesem MTAS. Und ich weiß noch ganz genau, ich saß davor und dann kam “Name der Seite“. Und ich hatte keine Ahnung, was es wird und wie es heißen soll. MTAS war dann irgendwie das erste was mir in den Kopf kam. Viele denken, dass es irgendwas pathetisches hat, es ist aber ganz plakativ das es More Than A Shirt heißt, da ich einfach mehr als ein Shirt für mich gemacht habe. Dann kamen auch schon bald die ersten Interviewanfragen von Zeitungen rein. Auch in meiner Kleinstadt gab es auf einmal voll den Hype. Alle wussten Bescheid. Ich habe dann einfach weiter gemacht. Ich wollte damals auch unbedingt so einen weinroten Pullover mit einem gelblichen Print. Und den, den ich haben wollte, war ausverkauft. Also habe ich ihn mir mit meinem Logo selbstgemacht. Dann haben wieder Leute gesagt, ey den will ich auch haben. Ich habe dann einfach immer weiter gemacht, ich spule mal etwas vor, dann kam der Punkt, wo ich in der Realschule war. Ich war erst auf einem Gymnasium, musste dann aber runter, weil ich zu schlecht war. Ich habe mich nur noch auf das Klamotten Ding konzentriert und dadurch die Schule schleifen lassen. Und plötzlich kam der Punkt, wo man das erste Mal so richtig über seine Zukunft nachdenken musste. Ich wollte dann einfach indem schauen, was mir Spaß macht, da es so das einzige war, was ich habe und was ich kann. Dann habe ich die Fahmoda gefunden hier in Hannover. Ich wurde dann auch sofort angenommen. Ich habe dann die Schule abgeschlossen und bin nach Hannover mit 15. Habe hier dann eine Wohnung gehabt und sie selbst finanziert. War dann auch oft in Berlin und bin in dieses kreative Umfeld gerutscht. Irgendwann wollte ich dann aber auch an einem richtigen Konzept arbeiten. Ich habe mir dann aus diesem leicht melancholischen, düsteren Ding ein Konzept erarbeitet.

://Cc Wann ist dann die erste richtige Kollektion entstanden?

Eric Für mich war die erste richtige Kollektion 2015. Vom einfachen Klamotten machen bis zur richtigen Kollektion, waren es vielleicht so knapp 3 Jahre. Ich mag das Wort Kollektion allerdings nicht. Jede Kollektion die ich quasi rausbringe, könnte eine sein. Ich vergleiche das ganz gerne mit einer Serie, die mehr Staffeln oder mehrere Charaktere hat. Die Charaktere sind dann in meinem Fall mehrere Artikel. Zum Beispiel es hat angefangen mit T-Shirts, dann von Rollkragenpullovern zu Anti Aggressionsbällen zu Ketten zu Schlafbrillen. Man hat sich dann irgendwann weiterentwickelt. Mehr Budget bekommen, selbst mehr Budget gehabt, was Qualität angeht weiterentwickelt. Ich könnte zum Beispiel auch niemals komplett was anderes machen. Ich bin mir immer treu geblieben, mir nie fremd geworden. Und es ist nie anders gewesen, weil ich immer derselbe bin und bleibe.

://Cc Und wie ist dann dieses ganze Rosen Ding entstanden?

Eric Dieses Rosen Ding wird von außen viel viel breiter getreten, als es eigentlich ist. Ich bin sonst eigentlich nur schwarz weiß. Das ist so das einzige was man farblich hat. Deshalb hat man es denke ich, so krass im Kopf. Aber das ist nichts schlimmes. Ich wollte auch nie irgendwie damit vermitteln, dass ich eine große Bindung zu Rosen habe oder so. Ich finde sie einfach schön. Einer meiner ersten Motive war ja auch die Rose mit dem Strick.

://Cc Wovon lässt du dich denn immer so inspirieren?

Eric Die Inspiration kommt eigentlich von überall. Es könnte bei irgendeinem Menschen anfangen. Wie neulich, ich habe so einen richtig glücklichen Menschen gesehen, obwohl sein Job richtig scheiße war. Das hat mir wieder den Anstoß gegeben, hey die Dinge sind scheiße, aber man muss da durch. Das wäre so die menschliche, logische Inspiration. Aber was Ästhetik betrifft, gehören viele Brands dazu, die ich feiere. Ich bin einfach groß geworden mit vielen Marken, wie Supreme, Palace und so weiter. Ich könnte jetzt zum Beispiel niemals so krasse Kleider entwickeln. Mit 16 bin ich auf Raf Simons gestoßen. Ich habe auf einmal angefangen alles zu hassen, was ich gemacht habe. Er war und ist immer noch für mich ein Gott! Ich habe mir wirklich jede Show angesehen und kenne alle Lookbooks. Aber ich habe erst im Laufe der Zeit gemerkt, was eine Marke überhaupt ausmacht. Wie du dich präsentierst oder Kundenservice. Also wie du die Menschen behandelst, wenn sie zum Beispiel etwas bei dir kaufen. Bei mir ist es zum Beispiel so, wenn jemand bei mir etwas kauft und es auspackt, kommen einem ca. 20 Rosenblätter entgegen und handgeschriebene Kärtchen. Ich als Kunde würde es mega feiern, weil ich wüsste ich unterstütze da nicht eine Marke, sondern einen Typen der sich Mühe gibt.

 

Ich würde auch niemals utopische Summen für meine Mode verlangen

 

://Cc Gibt es denn jemanden oder etwas, den du mit deiner Mode erreichen möchtest?

Eric Eigentlich gar nicht. Es ist ja größtenteils nur sich kreativ ausleben. Man denkt null daran, dass es jemand kauft. Weil wenn du so denkst, hast du schon verloren. Ich habe auch meistens erst so ein gewisses Bild im Kopf und dann entsteht erst das Design und der Artikel. Es entstehen manchmal auch zig Designs aus denen am Ende gar nichts wird. Zum Beispiel bei “I fell asleep and forgot to die“, habe ich insgesamt 22 Sachen gemacht und davon kommen 7 raus. Klar hätte man es auch verkaufen können, aber ich war selbst damit unzufrieden und für mich war zu wenig dahinter. Ich arbeite größtenteils aus meinem Kopf heraus und für mich. Ich würde auch niemals utopische Summen für meine Mode verlangen, es ist Streetwear tauglich und dafür kannst du einfach kein riesen Geld verlangen. Dieses Label ist einfach für Menschen wie mich.

://Cc Aber du hast ja mit Shirts ursprünglich angefangen und dann hast du zusätzlich noch zum Beispiel diese Anti Aggressionsbälle designt. Wie kam es dazu?

Eric Viele Leute kommen an und reduzieren mich nur auf dieses Shirt Ding und vergessen einfach was es alles noch gab. Die Bälle zum Beispiel gehörten zu der Kollektion “Made in Internet“. Die habe ich mit 16/17 gemacht. Zu dieser Zeit hatte ich auch gar kein Internet. Ich habe gemerkt, wie unfassbar unruhig ich wurde. Und dann dachte ich mir, wie geil wären jetzt Anti Aggressionsbälle. Welches deutsche Label verkauft schon so etwas? Oder zum Beispiel die Schlafbrillen bei “I fell asleep and forgot to die“, waren eigentlich zunächst nur für diesen Kopf, der in den Stores stand gedacht. Einfach nur um die Kollektion anzukündigen. Zig Leute haben mich dann aber gefragt, ob man die kaufen kann. Für die ersten Besteller wird es die jetzt aber kostenlos dazugeben. Es ist auch einfach so, wenn du immer nur dasselbe verkaufen würdest, in meinem Fall Shirts, würde ich mich selbst langweilen. Aber es gab noch so viele andere Dinge, wie Turnbeutel, Jutebeutel oder auch selbstbestickte Caps. Und ich will noch so viel mehr machen. Ich möchte den Leuten meine Vision einfach immer näher bringen.

://Cc Aber mit den Shirts bist du ja quasi bekannt geworden..

Eric Ja klar! Aber die Leute die dann zum Beispiel in die Stores kommen, wissen ja auch das ich nicht nur die Shirts gemacht habe. Sie wissen das es mehr ist und wie viel dahinter steckt. Aber klar es ist das, womit ich bekannt geworden bin und die meisten Menschen etwas anfangen können. Man kann sich bei Shirts genauso kreativ ausleben wie bei Kleidern. Nur viele reden das schlecht, weil es eher mit Normalität verbunden wird, was aber ja nichts negatives ist.

://Cc Du hast jetzt gerade deine Pop Up-Store Tour hinter dir, wie kam es dazu?

Eric Der wichtigste Hauptgedanke war, aus dem Internet zu entfliehen. Eine Persönlichkeit, außerhalb des Internets zu sein. Es ist sehr schwer im Jahr 2017 eine Persönlichkeit zu sein, die außerhalb des Internets existiert. Und es klingt jetzt arrogant, aber ich hab es geschafft. Ich war da, im Store, eine Persönlichkeit mit der Menschen auch so reden und Fotos machen können zum Beispiel. Es ist einfach geil zu wissen, dass du im echten Leben auch existierst. Der andere Gedanke dahinter war, Leuten die im Laufe der Zeit dazu kamen, die Möglichkeit zu geben, alte Sachen wieder zu bekommen. Sachen die seit Jahren einfach ausverkauft sind. Das war einfach ein Nebengedanke, so ein Erlebnis zu schaffen. Alle waren da, man hat seine Playlist von Freunden gehört, zum Beispiel Kidd (Sierra Kidd) war auch da. Das war einfach unsere Fläche und unser Ort für einen Tag. Einfach wir, greifbar für einen Tag.

://Cc Und warum genau die Städte?

Eric Das waren halt die typischen Großstädte. Hamburg, Köln, Wien, München, Hannover und Berlin. Wir waren eigentlich so gut wie überall. Ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich das erste Mal behaupten kann, dass ich mit dem zufrieden bin, was ich gemacht habe. Ich bin durch den Laden gegangen und habe gedacht ,,Geil darauf kann ich stolz sein, dass zeige ich gerne Menschen“. Ich kann jetzt Magazinen mein Portfolio schicken, mit meinen Arbeiten, Fotos und Videomaterial.

://Cc Du hast angefangen zu studieren, aber jetzt pausierst du? Möchtest du nochmal weiter studieren?

Eric Ich glaube die richtige Antwort für die Leute die das lesen, wäre ja. Aber nein, ich denke nicht. Es war mir oft zu viel Kopfweg. Wer sagt mir denn das ich einen Schnitt genau so machen muss, wie vorgegeben? Wieso muss es so geschnitten werden. Ich war dann immer so ,,Wieso muss ich das so machen“? Ich gehöre einfach nicht in dieses System vom studieren rein. Manchmal wäre es zwar schon geiler, wenn ich mich darauf einlassen würde. Das war schon mit der Schule so.

 

Es geht alles so fucking schnell und hat keinen Wert mehr

 

Aber ich bin auch sehr blessed das ich kein Teil der Internetgeneration bin, sondern aus der Generation davor noch. Ich habe mein erstes Handy mit 15 bekommen. Ich bin so fucking froh darüber. Damals hatte man dann noch Angst auf Safari zu gehen, weil es ja das Internet war. Und jetzt ist es das normalste der Welt, dass eine 12 Jährige Chic ein Handy hat. Aber auch dieser ganze Wandel von Technik wird immer schlimmer. Alles ist so kurzlebig. Selbst bei der Mode und der Musik. Es geht alles so fucking schnell und hat keinen Wert mehr. Man hat durch das Internet einfach den persönlichen Draht verloren.

://Cc Geht dir das denn mit deinen, ich nenne sie jetzt mal Fans auch so?

Eric Ja schon. Meiner Meinung nach, kann man doch ein persönliches Gespräch viel besser festhalten, als ein Foto für Instagram. Aber ich finde auch, dass man in Deutschland kein Promi oder Star mehr werden kann. Nehmen wir an, du gehst auf ein Konzert und es gibt dann diese Leute die einfach abgefuckt sind, weil der Künstler nicht raus kommt, um ein Foto zu machen. Sie erwarten einfach automatisch das sie eine Gegenleistung vom Künstler bekommen. Das ist halt schon echt sad.

://Cc Ja das ist inzwischen die Generation und Normalität geworden. Aber nochmal zurück zur Modebranche. Wenn es etwas geben würde, was du ändern könntest, was wäre das dann?

Eric Das ist eine gute Frage. Wenn wir den jetzigen Zeitpunkt betrachten, würde ich nichts ändern wollen. Es ändert sich alles schon von selbst. Das ganze Klischee von der Fashionweek und Mode auf dem Laufsteg zerbricht. Es soll nicht untergehen und komplett kaputt gehen. Es ist einfach nur so ein krasser Wandel und das ist halt geil. Es läuft doch alles nur noch über das Internet. Man brauch doch diese ganzen Prinzipien von, ich setze mich in diese Show und gucke sie mir an nicht mehr. Man hat doch gelernt mit dieser Kurzlebigkeit zu leben und sie zu akzeptieren. Im Internet kann man sich die Shows doch besser ansehen, als wenn man irgendwo in dieser Show sitzen würde. Klar ist dieses Laufsteg Ding cool und es wird auch noch länger existieren, aber es wird an Wert verlieren.

://Cc Und die Blogger?

Eric Naja die gehören für mich nicht zur Modewelt dazu. Wenn du wirklich eine eigene Marke bist und nicht allzu selbstlos bist, denkst du nicht an irgendwelche Blogger. Einfach vom Standpunkt Mode aus. Man darf dieses Bloggerding aber auch nicht klein reden. Weil es sind ja nicht alle gleich. Viele haben auch echt Ahnung. Aber es geht ja auch nicht immer um die Blogger. Im Store in Hamburg war ein Typ, der war 14 mit Vetements Socken und wollte unbedingt diesen einen Rollkragen Pullover haben. Er hatte aber nur 18 Euro dabei. Aber er war halt einfach so unfassbar cool. Er hat einfach richtig coole alte Vans an gehabt, dann die Vetements Socken für 120 Euro und sich seinen Pullover selbstgenäht. Ich habe ihm dann den Pullover geschenkt, einfach weil er cool war.

://Cc Okay, dass ist ja dann auch echt was anderes. Nun kommen einige die so früh schon relativ viel Geld verdient haben nicht damit klar und suchen sich schnell etwas um das zu kompensieren. Wie sieht das bei dir aus?

Eric Ich nehme absolut keine Drogen oder sonst was. Weißt du wie weird ich angesehen werde, wenn ich Leuten sage, dass ich keine Drogen nehme? Ich sitze vor Menschen und sage, ich trinke keinen Alkohol und sie sehen mich an, als wäre ich ein Monster. Bei ,,ich esse kein Fleisch“, würden alle sagen ,,ah wie cool“, bei ,,ich trinke keinen Alkohol“ ist das was anderes. Ich wurde einfach für viele dadurch sozial inkompatibler. Nicht das sie gesagt haben ,,ey du chillst jetzt nicht mehr mit uns“, sondern eher von meiner Seite aus. Ich war gerne da, aber du warst nicht einfach auf demselben vibe. Ich wurde für viele einfach langweilig in dem Sinne, weil ich nicht getrunken habe. Das ist echt richtig krass. Du bist passiv der Spielverderber. Aber es wäre einfach auch sehr dumm mit all dem wieder anzufangen. Aber ich habe auch nie dieses Feiern gehen Ding verstanden.

://Cc Klar, es ist ja auch viel schöner den Abend mit seinen Freunden zu verbringen, als in einem lauten und überfüllten Club.

Eric Safe! Aber ich komme mit dieser Welt hier auch nicht klar. Es ist immer irgendwie zu viel. Von allem. Deshalb wenn ich dann auch noch bekifft hier rum laufen würde.. Früher habe ich deshalb nur nachts gekifft. Da ist irgendwie alles klarer für mich. Die Dinge ergeben da mehr Sinn. Aber wie geil wäre es bitte, wenn du so zufrieden mit deinem Leben wärst und dich so fühlen würdest, als wärst du bekifft. Es gibt ja diese Menschen die von Natur aus, so eine Lebensfreunde haben.

://Cc Das ist wahr! Aber es ist oftmals einfacher negativ zu denken, als positiv. Gibt es denn etwas mit dem du zufrieden bist oder besser gesagt stolz sein kannst?

Eric Wenn ich jetzt zurückblicke, bin ich besonders auf den roten Faden der sich seit Jahren durchzieht stolz und das ich meiner Ästhetik treu geblieben bin. Und besonders, dass man den selben Grind hat wie vor 5 Jahren auch schon.

Eric Wodegnal | Photo Bastian Harting

Mena | Photo Laura Kaczmarek

Shit makes the flowers grow | photo Laura Kaczmarek

Shit makes the flowers grow | photo Laura Kaczmarek

Shit makes the flowers grow | photo Laura Kaczmarek

I fell asleep and forgot to die

I fell asleep and forgot to die

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I fell asleep and forgot to die

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