Marie

Visages & Villages

Es ist wirkt unglaublich stimmig und harmonisch und ein Gefühl der Wärme steigt auf, wenn man die Ausstellung „Visages & Villages“ von Felix Marius Müller und Anne Moldenhauer betritt. Auf der linken Seite eine Schwarz-Weiß Fotostrecke „Blind“ von Anne über ihre Großeltern. Auf der rechten Seite die farbige Fotostrecke „The Guardians“ von Felix.

Mit dem harmonischen Kontrast aus Schwarz-Weiß und Farbfotografie wird man durch die Ausstellung geleitet und bekommt einen Einblick in die Welt dieser beiden beeindruckenden Fotografen. Die Fotostrecke „Blind“ von Anne handelt von ihren Großeltern. Sie erzählt die Geschichte ihrer Oma, welche mit dem 70. Lebensjahr ihr Augenlicht verlor und plötzlich erblindete. Die von da an begleitende Angst unterstreicht die Fotografin, in dem sie einen trübseligen Novembertag auswählte um eine emotionale Geschichte ihrer Großeltern darzustellen. Es ist besonders die herzerwärmende Liebe zweier Menschen die sie trotz der Schwarz-Weiß Fotografie unfassbar berührend dargestellt hat. Ihr Opa lebte von diesem Tag an, das Leben ihrer Oma und es stellt sowohl die guten als auch die schlechten Zeiten zweier sich liebenden Menschen dar.

Doch es sind nicht immer nur tiefergreifende Geschichten aus dem Leben, die Anne mit ihrer Fotografie erzählen will. Sie fotografiert unter anderem Fashion und Beauty und konzentriert sich auf Porträts. Sie wuchs im Westerwald auf und lebt jetzt in Hamburg. Ihre Inspiration schöpft sie meist aus den „guten alten Zeiten.“

Felix Marius Müller hingegen ist aufgewachsen in der Pfalz und mit seiner fünfköpfigen Familie war er schon immer viel auf Reisen, meist mit dem Wohnmobil. Heute ist es eher sein Motorrad, welches im Freiheit schenkt und er sich auf neue Inspirationen einlassen kann. Am liebsten sammelt er neue Eindrücke auf Reisen und fernen Ländern. Hauptsache außergewöhnlich und anders. Er fotografiert dabei aber nicht nur Reportagen, sondern auch Mode und Porträts.

Seine Fotostrecke „The Guardians“ zeigt eine Familie in Kapstadt. Kapstadt ist eigentlich inzwischen ein sehr beliebtes Reiseziel und ist geprägt von viktorianischen Häusern, schönen Hotels und einmaligen Badeorten. Doch Felix hat etwas anderes festhalten wollen. Den Gegensatz dieses paradiesischen Lebens. Ein mit Gittern umgebenes Appartement Hotel, welches von einem Kampfhund bewacht wird, hat ihn besonders inspiriert. Eine Familie lebt in dem Appartement Hotel. Die Mutter von drei Kindern hält die Stellung im Hotel, während ihr Mann im Krankenhaus liegt seit längerer Zeit. Doch das Hotel ist bereits stillgelegt. Es ist eine ebenfalls sehr emotionale und einfühlsame Geschichte, welche Felix darstellt. Ein Gegensatz zu dem vermeintlich „schönen und exklusiven Leben“ in Kapstadt.

Blind – Anne Moldenhauer

The Guardians – Felix Marius Müller

Weitere fotografische Arbeiten von Anne Moldenhauer und Felix Marius Müller:

Ida – Anne Moldenhauer

Yekaterina, Sabina und Kamila – Kasachstan – Anne Moldenhauer

Felix Marius Müller

 

Hier sind die beiden auf Instagram zu finden:

Felix Marius Müller:

https://www.instagram.com/p/BdpjCR6BTOt/

https://www.instagram.com/p/BiMr9Q-lkEe/

 

Anne Moldenhauer:

https://www.instagram.com/p/BzupUSdC7qH/

 

Sie ist die Veränderung

Sie will jungen Menschen Mut machen und ihre Geschichte mit der Welt teilen. Sie wurde mit einer Lähmung geboren und wuchs wegen der medizinischen Versorgung in Amerika auf.

Nun ist sie 17 Jahre alt und Model. Das wohl erste Trans, Black, Disabled Model. Sie ist bei der Model Agentur Elite Model Management unter Vertrag und stand bereits für einige große Labels vor der Kamera.

Sie zeigt, dass Veränderungen in der Standard Mainstream Fashionwelt möglich sind und sein müssen, wenn die Fashionindustrie mit der Zeit laufen will. Sie möchte anderen Menschen, insbesondere körperlich beeinträchtigten jungen Menschen, Mut machen, ihren Traum zu leben und niemals die Unmöglichkeit ihrer Wünsche und Vorstellungen in Erwägung zu ziehen, sondern ihr Ziel vor Augen zu behalten.

Es gibt immer noch große Lücken in der Fashionindustrie und versteckte, oftmals nicht sichtbare Diskriminierungen. Sie will sich dagegen auflehnen, weiter kämpfen.

Sie spiegelt alle Widersprüche der Diskriminierungsvorwürfe wider und zeigt, dass „Standard“ langweilig ist und plädiert auf Veränderungen, denn es müssen alle Körper dieser Welt gezeigt werden dürfen und nicht nur ein Standard von Körper. Denn in unserer Gesellschaft gibt es keinen Standard an Körper, geschweige denn ein Idealbild. Sondern ist umgeben von einer bunten Vielfalt an wunderschönen Körpern, welche es alle verdient haben ihren Weg zu gehen und auch in der Fashionindustrie gezeigt werden dürfen.

Auf ihrem Instagram Account zeigt sie ihren 64 Tausend Followern ihr Leben und das es sich lohnt an Träume zu glauben und immer an sich und seine Stärken zu glauben.

https://www.instagram.com/p/ByLDm98lbgO/?utm_source=ig_web_copy_link

https://www.instagram.com/p/ByIkiWxlfPH/?utm_source=ig_web_copy_link

https://www.instagram.com/p/BneXVPunXed/?utm_source=ig_web_copy_link

 

Roll it Baby

Plötzlich sieht man sie überall. Versprochen wird eine glattere, straffere Haut und gesundheitlich fördernde Auswirkungen.

Wir reden von den sogenannten Face Rollern. Es gibt sie in allen möglichen Farben und mit unterschiedlichen Steinen, aus welchen der Roller besteht. Alle haben jeweils differenzierte Auswirkungen auf die Haut. Doch was hat es mit dem Hype um die neuen Face Roller auf sich?

Wir stellen euch den Face Roller von Susanne Kaufmann vor.

Susanne hat eigenständig die Handwerker und die Materialien ausgesucht, um einen einzigartigen Face Roller zu erschaffen. Dabei hat sie auch die Hilfe ihres Bruders Oskar Leo Kaufmann in Anspruch genommen, welcher ein bekannter Architekt ist. Er hat das Design entworfen. Der Stein „Obsidian“ des Rollers ist dabei in der traditionellen Medizin bereits bekannt, für seine heilende und hautfreundlichen Eigenschaften. Er stammt aus Südtirol/Italien. Er kann dazu beitragen Muskelentzündungen abzuschwächen oder auch das Bindegewebe zu stärken, in dem der Lymphfluss gefördert wird. Doch nicht nur diese positiven Eigenschaften zeigt der Wunderstein auf, sondern hilft unserer Haut ebenfalls Vitamin C und D besser aufzunehmen und kann sich positiv auf unsere Lebensenergie auswirken.

Besonders können Schwellungen um den Augenbereich erheblich gelindert werden.

 

Hier eine Anleitung von Susanne Kaufmann persönlich:

Anwendung:

Den Steinroller in der Gesichtsmitte ansetzen und waagerecht nach außen streichen/rollen (entlang der Gesichtsmeridiane). Für die Behandlung der Augenpartie den Roller unterhalb des Auges neben dem Nasenrücken ansetzen und zur Schläfe hin ausrollen. Für ein rasches Abschwellen der Augenpartie oder für eine kleine „Notfallbehandlung” den Roller vor der Anwendung für einige Stunden in den Kühlschrank legen.

Wir empfehlen den Roller vor allem für das Einarbeiten der Ampullen des Pollution Skin Defence Systems: Die entsprechende Ampulle öffnen, Inhalt auf der Haut verteilen und leicht einmassieren. Den verbleibenden Inhalt mit dem Roller entlang der Meridiane in die Haut einarbeiten, um diese parallel zur Wirkstoffaufnahme zu stimulieren.

Ebenso eignet sich das Nährstoffkonzentrat hautglättend, das Hyaluronserum feuchtigkeitsspendend, das Wirkstoffkonzentrat Couperose und das Intensiv Wirkstoffserum Linie A.

Reinigung:

Den Stein mit lauwarmem Wasser reinigen.

 

Hier findet ihr den Face Roller: Face Roller – Susanne Kaufmann

Fotos von Susanne Kaufmann

Ohne Grenzen

25 Jahre alt ist er inzwischen und ohne seine spontane Idee sich ein One-Way-Ticket nach London zu kaufen und seinem Traum zu folgen, wäre er jetzt nicht dort wo er jetzt ist.

Er hat dafür sein Studium abgebrochen und flog von Frankfurt nach London. Alleine in London, ohne Familie, Freunde, Geld geschweige einer Arbeit hielt er an seinem Traum Musiker zu werden fest. Da war er 16 Jahre alt.

Diesen Mut haben wohl wenige in diesem Alter sich alleine in einer fremden Stadt durchzukämpfen. Doch der Rapper Kelvyn Colt gründete mit 16 sein Label BYS-Beyond Your Sense.

Seine Musik ist die bewegende Mischung aus Trap, Grime und R&B.

Jetzt kollaboriert er mit der Sport- und Lifestyle Marke Reebok. In den kommenden Monaten entsteht eine konforme Kollaboration aus gemeinsamen Werten der Marke und denen, mit welchen sich der Rapper identifiziert.

„Ein unheimlich talentierter, kreativer und inspirierender Künstler, dessen Einstellung zum Leben und zur Musik klar mit Reeboks Werten übereinstimmt. Grenzen überwinden, mutig sein und einen positiven Einfluss auf das Leben anderer nehmen zu wollen, sind Überzeugungen, die sowohl durch das Medium Sport als auch durch Musik transportiert werden.“ – Josephine Walters, Reebok Brand Director.

Reebok x Kelvyn Colt_01_WilkPR

Reebok x Kelvyn Colt_02_WilkPR

Reebok x Kelvyn Colt_03_WilkPR

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Photos: Wilk PR

 

Alter Ego

Bildlich und musikalisch versetzen sie uns zunächst in die Zeit der Renaissance und vermischen es mit dem heutigen Zeitgeist der Arbeitswelt. Ein surrealer Übergang wird geschaffen, indem die Models stark geschminkte Gesichter bekommen oder ein komplett rotes Gesicht.

Die Rede ist von Jale Richert und Michele Beil und ihrem gemeinsamen Label Richert Beil. Sie haben zum ersten Mal eine Show für die Berlin Fashionweek gemacht und standardisierte Muster aufgebrochen und mit einer Art Theatershow, welche die Gedankenwelt der Individuen in der heutigen Gesellschaft widerspiegeln soll, sowie die wahre Modewelt präsentieren.

Zu Beginn tragen sie eine Art Tracht und schließlich schwingt es langsam über in Business Anzüge und Oversized Strickjacken und Pullover. Die Zusammenarbeit mit der Juppenwerkstatt Riefensberg, lässt so zwei Couture Looks entstehen. Das zeitlose Design der Arbeitswelt (Anzüge mit klaren Linien) und die der Trachtenwelt. Das interessante jedoch ist die künstlerische Kombination mit den hinzugefügten Details, wie eine große Uhr oder einem rollenden Wagen wie aus der Irrenanstalt. Eines der Models fängt an Geld über den Laufsteg zu werfen und ein anderes fällt beabsichtigt auf den Boden. Auch fällt auf, dass es Menschen wie aus dem Leben gegriffen scheinen. Sie sind wie du und ich, wie wir und ihr. Man fühlt sich teils angezogen, mittendrin und sogar oftmals angesprochen, ja fast identifizierbar. Es ist ein Einblick in unsere heutige Zeit und auch der Einblick in die wahre Modewelt. Junge Labels welche belastet sind von einem Gelddruck (Model wirft Geldscheine) oder die Welt der Fast Fashion Industrie, geringe Qualität von Kleidung und der große Überschuss Gedanke. Dieses demonstrieren sie unter anderem mit einem Model, welches anfängt auf dem Laufsteg zu essen. Das Designer Duo möchte weiterhin damit unterstreichen, dass es kein Körperideal gibt in der Modewelt. Besonders ist ihnen jedoch der Fokus auf Nachhaltigkeit wichtig. Diesen verdeutlichen sie anhand eines Teddybären, welcher während der Show immer wieder sichtbar wird. Kleidung soll für sie kein saisonales Austauschprodukt sein.

 

Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019 Richert Beil - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2019

 

Photos by Stefan Knauer & John Phillips/Getty Images for MBFW

 

 

Labyrinth der Düfte

Es war wie der Weg durch ein Labyrinth, vorbei an Hindernissen und neuen Abenteuern. Alle Sinne wurden dabei auf die Probe gestellt und besonders die feinen Nasen wurden besonders gefordert. Das Ergebnis ist das neue Münchner Nischenparfüm-Label Laborynthia. Es sind 5 wunderbare Düfte in den letzten Jahren entstanden, die so unterschiedlich sind und doch alle ihren ganz eigenen und persönlichen Charakter besitzen. Fest steht, es ist ein ganz besonderes Nischenparfüm-Label mit ganz besonderen kreativen Riechtalenten im Hintergrund.

Die Gründer Anna und Florian haben schon vor ihrem gemeinsamen Start mit Laborynthia im kreativen Bereich gearbeitet. Anna kommt aus dem Hair+Make-Up Bereich und Florian liebt die Fotografie. Sie beschreiben sich auch gerne so: Vier Augen  für die Schönheit, zwei Nasen im Wind.


 

Wir haben die beiden interviewt:

://CC Wie ist die Idee entstanden ein eigenes Nischenparfüm-label zu gründen, also wie seid ihr zusammengekommen?

A+F Die Idee entstand im gemeinsamen Urlaub unter Palmen in den Florida Keys. Wir wolten über die reine Schönheit hinaus eine Stufe weiter gehen, andere, tiefere Sinne ansprechen, und unseren Traum verwirklichen: mysteriöse Düfte entwickeln. Florian ist schon immer ein Hypersensoriker mit extrem ausgeprägten olfaktorischen Wahrnehmungen. Er riecht gern an allem. Zusammen sind wir seit Jahren. We are in love!

://CC Wie ging es dann weiter, als ihr beschlossen habt, Laborynthia zu gründen? Wie lief die Namensgebung des Labels und der Düfte ab?

A+F Ja die Namensgebung, eine wunderbare Frage, und eine wunderbare Zeit! Alles fing vor fünf Jahren mit unserem ersten kleinen Fragrance-Labor in München an. Schnell haben wir gemerkt dass unsere Suche nach den Düften, nach den Rohstoffen, nach dem perfekten Zusammenspiel der Moleküle einem riesigen Labyrinth gleicht – immer wieder rennst Du in Sackgassen, musst umkehren, und suchst neue Wege in verwirrenden, verwinkelten und mysteriösen Welten. Letztendlich ist es eine Mischung aus Labor und Labyrinth geworden.

Die Namen der einzelnen Parfüms waren dann Ausgangspunkt, Konzept und Inspiration für die Kreation und maßgeblich für deren Entwicklung, deren Duft verantwortlich. Odette und Odile sind die beiden Schwäne in Tschaikowskis Schwanensee, dessen schicksalshafte Dualität wunderbar in „Black Swan“ verfilmt wurde – das Zarte, unschuldig Elegante, was vom Dunklen, zielstrebig Erotischen herausgefordert wird. Interessant dabei ist für uns, dass die ursprüngliche Version Tschaikowskis keinen festgelegten Ausgang besitzt, und so unendlich viele Interpretationen und Variationen des offenen Endes denkbar bleiben. Ausserdem sind wir beide grosse Fans von Jean-Luc Godards Filmen und seiner Sixties-Ode an die Schönheit, die Leidenschaft und den Verrat: Die sommerliche Hitze von Rom und Capri und die überirdisch erotische Ausstrahlung von Brigitte Bardot inspirierten uns zu Le Mépris. Der Artist ist eine Hommage an die Freiheit und Unkonventionalität des Künstlers, der sich nicht in Rahmen pressen lässt und auch gerne mal aneckt, und riecht nach Leder, Holz und Unangepasstheit. Solitude entstand durch das herrliche Gefühl der Freiheit, alleine unterwegs zu sein: In selbstgewählter Stille, fernab von Hektik und Stress, an magischen Orten, dem Teakdeck eines Segelboots, der hölzernen Veranda einer dunklen Bar auf Mustique. An ihm haben wir insgesamt am Längsten gearbeitet.

://CC Ihr habt speziell nur 5 Düfte, hat das einen Grund?

A+F Ja, wir wollten jetzt mal loslegen. Wir arbeiten im Hintergrund seit beinahe fünf Jahren – an vielen unterschiedlichen Duftprojekten, und auch an weiteren, spannenden neuen Kreationen. Doch alles hat seine Zeit.

 

://CC Wie sind eure Düfte denn überhaupt entstanden und welche Einflüsse haben dabei eine Rolle gespielt?

 

A+F Wie oben schon erwähnt nehmen wir ein Gefühl, einen emotionalen Zustand, einen Impuls, der aus unterschiedlichtsen Richtungen kommen kann, Film, Theater, Ballett, unseren Erfahrungen, Reisen, Momentaufnahmen, und versenken uns anschliessend komplett in dessen Tiefenwirkung auf uns. Dann komponieren wir um diese Eindrücke herum die stoffliche Zusammensetzung. Das ist ein ungeheuer komplizierter und langwieriger Prozess, ähnlich dem Komponieren einer Symphonie. Es gibt so viele Moleküle, so viele natürliche Stoffe die man erst mal genau kennenlernen darf, die sind wie vollkommen unterschiedliche Charaktere, deren Wechselwirkung untereinander dann bis ins kleinste Detail ausgefeilt wird und am Schluss harmonieren – stimmen – muss. Weisst Du, wenn du bei Chopin auch nur eine Note falsch spielst, merkt das beinahe jeder – sofort. Diese Fokussierung, diese Hingabe, dieses Eintauchen und Komponieren funktioniert nur in absoluter Konzentration und Stille. Deswegen haben wir Laborynthia geschaffen: Ein kleines verborgenes Labor am Ende der Welt, umgeben von Wäldern und Natur. Keine Ablenkung. Ruhe.

 

://CC Das ist eine wunderbare Beschreibung! Wo genau kann man eure Düfte denn kaufen?

 

A+F Ab August werden wir in München exklusiv bei Ludwig Beck geführt, sowohl im wunderbaren Parfumeriestore als auch in den fünf Höfen. Darüber hinaus sind wir mit weiteren sehr interessanten Partnern im Gespräch. Und natürlich kann man unsere Düfte und unser Discovery-Set online bei uns auf der Website bestellen.

 

://CC Was sind eure weiteren Pläne für die Zukunft, wo möchtet ihr mit eurem eigenen Label hin und was habt ihr eventuell noch geplant?

 

A+F Es gibt noch viele Pläne. Zum einen arbeiten wir wie bereits erwähnt an neuen Duftkompositionen, die auf ihren Auftritt warten. Und selbstverständlich will Laborynthia die Welt erobern! Gespannt warten wir daher auf die nächsten faszinierenden Abzweigungen, die dieser aufregende Weg noch für uns bereit hält. Wir blicken mit großer Freude in die Zukunft: Wir sehen unseren Namen in Leuchtbuchstaben.

 

://CC Was macht euer Label besonders und wieso hebt es sich von anderen Labels ab?

 

A+F Weisst Du wir verfolgen wirklich einen wahren, authentischen Manufakturgedanken. Wir achten unglaublich genau auf die Details. Ich meine wir bedrucken unsere Flakons per Siebdruck selber, schleifen und polieren die wunderbaren Hölzer für die Kappen von Hand. In unserem Labor experimentieren wir täglich mit unseren Riechstoffen und etwa 200 natürlichen Ätherischen Ölen, Harzen, Balsamen, Absolues, rühren unsere Formeln in kleinen Batches von Hand an und lassen unsere fertigen Konzentrate monatelang mazerieren. Wir geben den Dingen die Zeit, die sie benötigen. Parfumkreation erfordert extrem viel Geduld. Jede neue Komponente will mit den anderen Dingen zusammenwachsen und erst nach Wochen weiß man wohin sich das Zusammenspiel entwickelt. Klar, irgendwann bekommst du ein Gefühl für was wie laufen könnte, aber letztendlich ist es ein wenig wie beim Wein oder beim Whiskey und so richtig lässt sich nichts voraussagen. Klar, Du nimmst die besten Trauben, aber baust du den Wein im Barrique aus? Manchmal hast du erst nach Monaten der Lagerung die Sicherheit ob eine Idee, ein Einfall den du hattest Flügel bekommt – oder ob Du im Entwicklungsprozess wieder zurückgehst und eine andere Richtung einschlägst. Es ist auch schon vorgekommen dass wir nach einem Jahr alle Änderungen komplett verworfen haben und am ursprünglichen Konzept noch mal komplett von Vorne angefangen haben. Aber wenn am Ende dann alles stimmt ist das einfach unbeschreiblich.

 

://CC Kein einfacher Weg, dafür aber aufregend! Würdet ihr jetzt noch einmal etwas anders machen, wenn ihr könntet?

 

A+F Es wäre toll gewesen manche Steine von Anfang an zu sehen – und nicht erst wenn man über sie stolpert. Aber weißt du, das Leben ist ja auch ein Labyrinth und letztendlich ist das Geheimnis natürlich schon auch genau der Weg, den du gegangen bist und er macht deinen ganz eigenen, besonderen Charme aus, Stolpern inklusive. Insofern – jein! Kleinigkeiten werfen dich teilweise Monate zurück, z.B. eine technische 3D-Zeichnung für den Kappenverschluss, wer macht mir die jetzt? Für alles gibt es jemanden, der es gerne gegen entsprechendes Honorar für dich erledigen will, aber dann ist es nicht mehr dein Baby, und du würdest essentielle Bestandteile in andere Hände geben. Da wollten wir uns lieber treu bleiben, wirklich alles selber zu konzipieren, zu verstehen, zu lernen – seehr viel zu lernen – auch wenn es manchmal irre lang gedauert hat und mächtig anstrengend war.

 

://CC Aller Anfang ist schwer, was würdet ihr jemanden mit auf den Weg geben, der ebenfalls sein eigenes Label gründen möchte?

 

A+F Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten. Das unterscheidet den Gewinner vom Verlierer: er gibt nicht auf. Und: Man unterschätzt leicht was so ein Unterfangen kostet und wie lange es dauert. Wir haben das  zum Teil sogar ganz massiv unterschätzt. Alleine die Rohstoffbeschaffung… Auf der anderen Seite ist es vielleicht auch ganz gut wenn du nicht genau weisst was alles auf dich zukommt, sonst fängst du eventuell erst gar nicht an. Aber: Versucht zumindest so klar wie möglich im Vorfeld Aspekte einzukalkulieren, die man gerne am Anfang mal nicht auf dem Schirm hat, z.B. die rechtlichen, die sicherheitsrelevanten Anforderungen. Das wird ganz schnell ganz viel. Ich meine der Schrank, in dem wir unseren Parfumalkohol lagern, kostet einen mittleren vierstelligen Betrag. Ein Schrank!

://CC Wow, dass ist nicht schlecht. Wer hätte das Gedacht. Was ist denn euer ganz persönlicher Lieblingsduft eures Labels und warum?

 

Anna Ich liebe alle unsere Baby’s. The Artist ist seit Jahren mein Daily Duft, den trage ich am häufigsten. Flo wollte den ein paarmal ändern, noch was dran schrauben, aber ich habe es ihm verboten, jedes Mal! Es war Liebe auf den ersten Hauch. Er ist perfekt. Odette und Odile benutze ich gerne am Abend, wenn ich meine Sneaker gegen andere Schuhe eintausche und Le Mepris ist der absolute Sommerduft für mich. Raus aus der Dusche, rein ins Sommerkleid, le Mépris und ab in die Sonne. Solitude schließt das Ganze ab, den trage ich auch sehr gerne alternativ zum Artist.

Florian Für mich ist es ehrlich gesagt immer der, an dem ich gerade arbeite, denn in diesen Duft muss ich mich vollends fallen lassen, ihn mit jeder Pore atmen, spüren, er muss mich zum Klingen bringen, die entsprechenden Akkorde in mir bewegen. Weisst du, jeder der fünf Düfte, die abgeschlossen, fertig sind, hat das in und mit mir getan, während er entstand. Meine Aufgabe im Schaffen: Den Blick nach vorne. Ich richte meine Aufmerksamkeit ganz ins Hier und Jetzt, in den jeweiligen neuen Entstehungsprozess. Darüber hinaus trage ich selbst mittlerweile leider sehr selten Düfte, weil ich meine Nase frei halten muss, sonst gewöhnt sie sich an einzelne Nuancen, Noten – und nimmt sie anschliessend nicht mehr wahr. Aber soviel kann ich verraten: There are beautiful things to come!

 

://CC Wir sind sehr gespannt! Wie läuft eure Zusammenarbeit genau ab, wer macht was und wieso?

 

A+F Wir sind zu zweit. Also keiner von uns macht irgendwas, wir delegieren nur noch. Anna, die Bezahlfunktion per Kreditkarte hängt –  okay, dann soll sich das IT-Department drum kümmern! Flo, wo ist die Rechnung vom Bulgarischen Rosen-Absolue? Frag halt bitte in der Buchhaltung nach! Du die Verpackung für’s Discovery-Pack ist immer noch nicht da – beschwer Dich bei den Jungs von der Logistik! Hast Du das Model schon angerufen? Nö, das Casting ist Sache der Werbeabteilung. Anna, am Artist würde ich noch gerne ein wenig … NEIN, auf keinen Fall!! Das Interview lief aber seltsam, wer kommt denn auf solche Antworten? Lass uns das Marketing-Team feuern!
Wieso ich? Du, weil’s sonst keiner macht!

 

://CC Na das scheint doch eine gelungene Zusammenarbeit bei euch beiden zu sein. Also auch im Arbeitsleben ein perfektes Team!

 

Fotos: Laborynthia
Website: LABORYNTHIA

 

Von der Muse geküsst

Wir ziehen uns gegenseitig an.
Magie liegt in der Luft, wenn wir beide den Raum betreten. Elektrisierend wirken wir auf stille Betrachter.
Du, von Anmut und Grazie umgeben.
Ich, von Kreativität und dir, der Muse geküsst.
Wir können nur miteinander.
Ohne uns sind wir nichts.
Jeder Sonnenstrahl wird eingefangen um deine Blüten blühen zu lassen. Jede Sekunde wird aufgesogen um Seide um deinen Körper zu drapieren. Ein Meer aus Blumen lasse ich für dich wachsen, damit du mich jeden Morgen aufs Neue küsst. 

..weit weg von jeglicher Schnelllebigkeit und Geschwindigkeit die unsere heutige Lebenszeit wie eine schwarze Wolke überzieht und uns geradewegs in den Stress hinein rasen lässt. Dabei verpassen wir das Schöne und das Besondere am Leben. Die einzigartigen Momente und Erlebnisse. 

Marcel Ostertag bewegt sich fernab dieser Zeit und möchte mit seinen Kollektionen wieder daran erinnern, dass es da noch etwas anderes gibt, als die Geschwindigkeit in unserem Leben, nämlich Zeit für das Schöne und Einzigartige. Für besondere Menschen mit Persönlichkeit die sich ihrer Wirkung auf andere bewusst sind und Haltung zeigen gegenüber Konsum und Nachhaltigkeit. In Ostertags Leben sind es besonders seine Mutter Doris Ostertag und seine Brand Managerin Julia Gockeln. Es sind seine Musen, welche auch die Inspirationsquelle seiner Spring/Summer Kollektion 2019 präsentieren. Wie von einer Muse geküsst, wird Ostertag durch seine Ideen geleitet und vollbringt eine inspirierende Linie voller Farben und Ausdruckskraft. 

Der florale Regenbogen der die Kollektion wie ein roter Faden durchzieht, soll als Zeichen des Aufbruchs, der Veränderung und Frieden stehen. Ein Symbol für Akzeptanz und Toleranz. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren lässt der Designer auch Männer über den Laufsteg laufen, sie sollen das Thema ,,Gemeinsam kämpfen wir in einer Zeit des Aufbruchs“ unterstützen. 

Die Kollektion wird geleitet durch kraftvolle Farben wie Flieder und ein starkes Gelb und Orange. Es soll zarte Persönlichkeiten hervor heben und Ausstrahlung schenken. Zwischendurch sieht man leichtere und weichere Farben wie helle Pflaumenfarben und Rosatöne in Verbindung mit Rüschen, die dem Zarten wieder etwas mehr Selbstbewusstsein verleihen. 

Die Irisblüte wird als Allover-Print in der Linie eingesetzt und zeigt damit eine Hingabe zur Natur und Gelassenheit. Es soll an Frieden und Ruhe erinnern, besonders in Zeiten der Schnelllebigkeit. 

Fotos: Lookbook Marcel Ostertag Muse Spring Summer 2019 – WilkPR

So fresh-so clean

Die Haut ist der Spiegel unserer Seele. Was uns bedrückt, wie es uns geht und was wir fühlen und empfinden, lässt sich oftmals nicht verschweigen. Denn unsere Haut zeigt es. Sind wir gestresst, können wir fettige, unreine Haut entwickeln oder auch trockene und schuppige. Doch nicht nur unser Empfinden beeinflusst unser Hautbild. Umwelteinflüsse und unsere Ernährung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Lebensmittel geben unserer Haut wichtige Nährstoffe, welche sie zum strahlen bringen kann. Zum Beispiel Karotten. Sie enthalten viel Beta Carotin, eine sogenannte Vorstufe von Vitamin A, welches für den gesunden Aufbau unserer Haut sorgt und vor DNA-Schäden, wie der Sonne schützt. Neben vielen wichtigen Lebensmittel ist aber auch ausreichend Flüssigkeit der Grundbaustein einer gesunden Haut. Wasser lässt wichtige Nährstoffe zu den Zellen wandern und sorgt damit für den richtigen Spannungszustand des Hautbildes. Neben der falschen Ernährung kann das Stadtleben unserer Haut sehr schaden. Gifte Abgase saugt unsere Haut auf und verunreinigt oder stresst sie. Deshalb ist es wichtig seine Haut zu pflegen und ihr zu helfen Verunreinigungen und Schmutz zu beseitigen. Bei der Pflege ist es ebenfalls wichtig, auf die Inhaltsstoffe zu achten. Wir haben für euch unsere Lieblingslinien zusammengestellt und den perfekten Weg zur gereinigten und entspannten Haut erstellt.

 

FAVOURITE:

 

AESOP: IN TWO MINDS

Es ist die neue Hautpflegelinie von Aesop, die eine beanspruchte Mischhaut wieder ins Gleichgewicht zurückholt. ,,Mischhaut ist typischerweise durch glänzende Partien an T-Zone oder Stirn charakterisiert, mit trockenen bis sehr trockenen Bereichen an den Wangen, und neigt eher zu Reizungen“ Dr. Rebecca Watkinson, Innovation und Research Manager von Aesop. Die Pflegereihe besteht aus einem Gesichtsreiniger, Toner und Feuchtigkeitspflege. Alle drei arbeiten gemeinsam daran, die Haut zu reinigen und die Talgproduktion wieder zu normalisieren. Dabei wird die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und keineswegs Irritationen hervorgerufen. Von der Entwicklung bis zur Fertigstellung der neuen Linie sind drei Jahre vergangen, um die perfekte Kombination herzustellen.

Facial Cleanser: Reiniger auf Gelbasis. Enthält Salicylsäure und reinigt sanft aber sorgsam. Entfernt überschüssigen Talg ohne dabei die Haut anzugreifen. 100 ml – 33 Euro | 200 ml – 49 Euro

Facial Toner: Enthält Niacinamid und Panthenol, welche die Haut beruhigen und in ein angemessenes Gleichgewicht zurückführen. 100 ml – 35 Euro | 200 ml – 55 Euro

Facial Hydrator: Enthält viele pflanzliche Inhaltsstoffe, wie Andiroba- und Copaiba- Öl, sowie Acai. Diese reichern die Haut mit wichtigen Nährstoffen an und verleihen ihr Feuchtigkeit. 60 ml – 59 Euro. Photos: Aesop

 

SUSTAINABLE:

 

SUSANNE KAUFMANN

Die Produkte sind natürlich und wirksam. Inzwischen gibt es über 90 funktionale Pflegeprodukte. Jedes einzelne davon, entspricht einem wertvoll gesammelten Erfahrungsschatz aus vielen Jahren praktischer Anwendung im eigenen Hotel Spa. Es wird eine schonende Herstellung gewährleistet, um sicherzustellen, dass alle Vitalstoffe und Anti-Oxidantien ihre maximale Effektivität behalten. Die Produktion arbeiten nach ökologischen Standards: 

  • Nachhaltige Produktion durch Einsatz von Solarenergie
  • Regionale Zulieferer garantieren kurze Transportwege
  • Verwendung von recycelten Materialien

Cleansing Gel: Enthält einen pflanzlichen Wirkkomplex aus Spitzwegerich und Meisterwurz. Das Gel eignet sich für normale Haut und zu fettigen Partien neigende Haut. Die Waschsubstanzen sind biologisch abbaubar und stammen aus nachwachsenden Rohstoffen. 100 ml – 32 Euro | 250 ml – 50,42 Euro

 

 

Tonic soothing: Das erfrischende Tonic klärt die Haut, ohne sie auszutrocknen. Es eignet sich besonders für Mischhaut und für zu fettigen Partien neigende Haut. Der darin enthaltene pflanzliche Alkohol hat eine antibakterielle Wirkung. 100 ml – 31 Euro | 250 ml – 48,74 Euro

 

Face Fluid Line F: Ist eine innovative Pflege für die ölige T-Zone und trockenen Wangenpartien. Enthält es einen fein abgestimmten Kräuterkomplex aus Ringelblumenblüten, Kamillenblüten und Hamamelis.  Diese effektiven Pflanzenessenzen bewirken den Ausgleich der übermäßigen Talgproduktion und stabilisieren den Feuchtigkeitshaushalt. Als Trägerstoff dient feinstes Sonnenblumenöl. 50 ml – 58 Euro. Photos: Susanne Kaufmann

 

VALUE:

 

EMMA S.SKINCARE

Emma S. Wiklund ist ein ehemaliges schwedisches Model. Sie entwickelte eine Pflegeserie basierend auf der Hautpflege, welche sie selbst benutzte, als sie als internationales Model, Schauspielerin und TV-Moderatorin arbeitete. ,,In den 90er Jahren war es nicht möglich, Photoshop-Bilder so zu bearbeiten, wie es heute üblich ist, und deshalb musste die Haut makellos sein. Hautpflege wurde zu meinem wichtigsten Werkzeug für meine Arbeit“, sagt Emma. Emma S. skincare wird in Schweden entwickelt und hergestellt, sie verbinden Wissenschaft und Natur.

 

Cleansing facial wash: Enthält Glycerin, welches die Haut weich macht und sanft befeuchtet. Der Cleanser ist für alle Hauttypen geeignet und hat einen angenehmen Duft von Neroli und Orange. 50 ml – 7 Euro | 125 ml – 17 Euro.

Jasmine facial toner: Enthält Phyto Fleure Jasmine, welches von der Jasmin Pflanze gewonnen wird. Es wirkt erfrischend und kühlend. Weiterhin enthält es Glycolysat of Cucumber UP, Glycerin und Cetiol HE, welches ebenfalls erfrischt und deine Haut weich und geschmeidig werden lässt. 200 ml – 18 Euro.

Sensitive night cream: Enthält Meadow foam seed oil, Jojoba Oil, Camelina und Vitamin E, welches die Haut mit Omega 3 und 6 nähren und sie weich werden lässt. Sie schützen die Haut über Nacht und lassen sie erfrischen von einem gestressten Tag. 50 ml – 31 Euro. Photos: Emma S. skincare

 

 

Opium – Eine Hommage an Yves Saint Laurent

Meine Ode an die Mode:
Der Geruch von intensivem Moschus legt sich wie ein Schleier auf den purpurnen Kleidern ab. Wie ein stiller Begleiter. Durch Rauchschwaden tanzen wir von Raum zu Raum. Tiefer und dunkler hinein in den Strudel des Genusses. Zeit ist ein Teil von uns.
Weil wir und das, was wir tragen, zeitlos ist.
Gestern, heute und morgen werden wir tanzen.
Opulenz gehört zu uns wie klassische Eleganz.
Schwerer Samt lässt uns Bodenhaftung spüren.
Du lächelst verrucht, so wie die Mohnblume.
Die Zweideutigkeit unserer Liaison lässt meinen Puls höher schlagen. Ich bin süchtig. Süchtig nach Mode.
Und dir.

Der Designer Marcel Ostertag schickt wieder einmal mit seiner neuen Kollektion einen Appell an uns alle-wir sollten uns mehr Zeit nehmen und diese kann man besonders mit Mode vereinen. Es ist der Genuss von Mode und die verbundene Sucht, welche aus dem Konsum strömt und uns leiten soll. Zeit nehmen den Stoff eines Kleidungsstück zu spüren, es anzusehen und sogar zu riechen. Alle Sinne sind gefragt.

Seine neue Kollektion Opium ist eine Hommage an Yves Saint Laurents Lebenswerk. Rauschende Feste und glamouröse Inszenierungen dienten als perfekte Inspiration für die Linie. Der Name angelehnt an Yves Saint Laurents opulenten Duft.

Es sind die Details mit denen er uns verführt-eine orangene Schnalle befestigt an einem Seidenkleid. Es sind die Stoffe die uns in den Bann ziehen-ein Pelzmantel in Kontrast zu einem hauchdünnen zarten Kleid. Es ist die Freizügigkeit mit der uns hilft loszulassen und uns in der Zeit schwelgen lässt-ein durchsichtiges schwarzes langes Kleid, bestickt mit schwarzen kleinen Perlen.

Photos by Frazer Harrison/Getty Images for Marcel Ostertag
Wilk-PR

 

By Malene Birger – Fall Winter 2018

Auf einer 25 Meter langen Leinwand präsentierte sie ihre erste Kollektion für das dänische Label By Malene Birger als Filmprojekt. Mathilde Torp Mader ließ sich von der Vintage Ski Kleidung der 60er leiten und hat es mit der Abendkleidung der 30er kombiniert. Die typische Verkleidung und Wattierung der Outwear der 60er floss unter anderem in einen ärmellosen langen schwarzen Mantel mit braunen Chevron Streifen. Sie verwendete hinsichtlich ihrer Inspiration Schafsfell für einige Mäntel und schuf somit eine Kombination aus Perfektion und praktischer Kleidung.

Zusätzlich sind Accessoires und Schuhe angelehnt an die Kleidung der 30er Jahre unterstrichen von dünnen Leder Gürteln. Kontraste setzt sie zum Beispiel auf Farben. Zu den dünnen schwarzen Ledergürteln kombiniert sie ein knallpinkes Kleid oder zu einem schwarzen Leder Outfit setzt sie Kontraste mit orangenen und cremefarbenen Schlangendetails, wie an Armen und Beinen oder auch eine Knopfleiste aus einer Schlangenoptik.

Zusätzlich ließ sie einen voluminösen Mantel in Leoparden Optik in Pink und Camel einfließen und schuf somit eine kleine Überraschung abseits ihrer Linie.

Das Publikum hatte sie bereits auf ihrer Seite indem sie sich gegen eine normale Catwalk Show entschied und etwas anderes probierte, wie ein Filmprojekt. Es wurde zu etwas außergewöhnlich künstlerischem und es wurde ein Film präsentiert, basierend auf ihren Inspirationen der Kollektion.

Sie konnte sich mehr entfalten, als bei einer normalen Runwayshow.

Creative director: Mathilde Torp Mader
Stylist: Mattias Karlsson
Photography/Direction: Casper Sejersen
Models: Maggie Maurer | Juliane Gruner | Asta Fjeldhagen
Jewellery: Kindly provided by Georg Jensen