SS18

Eudon Choi – E 1027

Der in Korea geborene Designer Eudon Choi präsentierte seine neue SS18 Kollektion E 1027 in London. Seine Impressionen aus seiner Zeit in Seoul, in der er ausschließlich menswear entwarf, lässt er in seinen heutigen Kollektionen der womenswear einfließen. Typische Inspirationsquellen sind für ihn besonders die Architektur, Kunst und historische oder geschichtliche Personen.

Seine Kollektion E 1027 basiert auf seiner Hingabe der irischen Architektin Eileen Gray. Sie entwarf zusammen mit ihrem Liebhaber Jean Badovici die Villa E.1027. Zwischen 1926 und 1929 entstand die moderne Architekturikone in Roquebrunne-sur-mer an der französischen Riviera. Ihr Hauptaugenmerk lag auf dem offenen Lebensstil des Hauses. Es soll die Hülle eines Ortes widerspiegeln, in dem es genügend Raum gibt, um sich zurückziehen zu können.

Mit einem besonders großen Impetus entwarf der koreanische Designer die Kollektion SS18 E 1027, welche denselben Titel trägt, wie der Name der Villa. Dieser setzt sich aus den Initialen und einem Zahlenschlüssel des Alphabetes der Architekten zusammen. E=Eileen, 10=Jean, 2=Badovici, 7=Gray. Die Kollektion ist für die Bewohner des Hauses gedacht. Sie bringt besonders den offenen Lebensstil hervor und unterstreicht den natürlichen und unbefangen Standort der Villa.

Zusammen mit den geometrischen Formen Gray’s und Choi’s typischen femininen Schnitten und klaren Linien, sind offene und luftige Kleider, Jampsuits und Mäntel entstanden. Daneben tauchen leichte farbenfrohe Kleider und Accessoires auf, die der Kollektion einen Hauch von Lebenslust verleihen.

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Styling by Nobuko Tannawa
Casting by Shelley Durkan at Bryant Artists
Hair by Stephen Low at Neville Hair and Beauty for Loréal
Makeup by Adam de Cruz and the Mac Pro Team
Nails by Jessica Nails
Production by Blonstein

 

Change is hard at first | Mykke Hofmann

Es ist ein neues Kapitel des Labels holyGhost. Die zwei Designerinnen Jelena Hofmann und Sedina Halilovic haben sich einen neuen Namen für ihr Label überlegt. Nachdem sie in ihrer gemeinsamen Schulzeit erkannt haben, dass sie beide dasselbe Werte und Modeverständnis aufbringen, gründeten sie holyGhost. Sie teilten eine Ansicht „Was eine Frau trägt, sollte sie nicht nur schön aussehen lassen, sondern ihr Selbstbewusstsein und ihren Charakter unterstützen“

Nachdem sie sich den ersten Herausforderungen eines eigenen Labels stellen mussten, führen sie ihr Unternehmen heute mit sechs Mitarbeitern, einem Store und ihrer eigenen Produktionsstätte in Serbien. Ihr Streben nach hohem Maß an Qualität und fairen Arbeitsbedingungen unterstreichen ihr Label und ihre Arbeit.

Der Name holyGhost unterliegt seit langer Zeit einem großen Rechtsstreit und es schien, als ob die zwei Designerinnen diesen verlieren würden. Also haben sie sich entschlossen mit der Reife ihres Labels und ihrer Erfahrung sich einen neuen Namen für ihr gemeinsames Label zu überlegen. Daraus entstand Mykke Hofmann. Er setzt sich aus Sedinas Spitznamen und Jelenas Nachnamen zusammen. Genau wie ihre Herangehensweise an ihren Kollektionen. Sedinas etwas rebellische und intuitiver Arbeit und Jelenas rationaler und reflektierter Gedanke.

„Wir haben uns ganz bewusst für einen Namen entschieden, hinter dem wir uns nicht verstecken, sondern der aus uns herauskommt“, erklärt Jelena.

Nur der Name bleibt neu, Mykke Hofmann setzt weiterhin dort an, wo holyGhost aufgehört hat. Ihr Grundgedanke und ihre Arbeit bleiben bestehen. Holistische Herangehensweise, cleane Silhouetten verbunden mit fließenden und natürlichen Stoffen.

„Wir bleiben unserer DNA natürlich treu. Der Namensänderung ist aber ein langer Prozess vorangegangen, in dem wir uns auf das besinnt haben, worin wir unsere wirklichen Stärken sehen. Der Kollektionsumfang wurde stark reduziert. Wir ziehen mehr denn je Qualität der Quantität vor und stecken noch mehr Herzblut in Design und Verarbeitung, bis alles perfekt ist“, sagt Sedina.

 

Nun haben sie auf der Berliner Fashionweek ihre erste Kollektion mit ihrem neuen Labelnamen Mykke Hofmann präsentiert. Die Spring | Summer 2018 Kollektion ist geprägt durch clear design, graphic forms und natural colors. Inspiriert hat sie dabei zum einen der spanische Architekt der Postmoderne Ricardo Bofill, der mexikanische Architekt Luis Barragan und Ricardo Legorreta, ebenfalls ein mexikanischer Architekt.

 

Photos Antonia Weber