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Eudon Choi – E 1027

Der in Korea geborene Designer Eudon Choi präsentierte seine neue SS18 Kollektion E 1027 in London. Seine Impressionen aus seiner Zeit in Seoul, in der er ausschließlich menswear entwarf, lässt er in seinen heutigen Kollektionen der womenswear einfließen. Typische Inspirationsquellen sind für ihn besonders die Architektur, Kunst und historische oder geschichtliche Personen.

Seine Kollektion E 1027 basiert auf seiner Hingabe der irischen Architektin Eileen Gray. Sie entwarf zusammen mit ihrem Liebhaber Jean Badovici die Villa E.1027. Zwischen 1926 und 1929 entstand die moderne Architekturikone in Roquebrunne-sur-mer an der französischen Riviera. Ihr Hauptaugenmerk lag auf dem offenen Lebensstil des Hauses. Es soll die Hülle eines Ortes widerspiegeln, in dem es genügend Raum gibt, um sich zurückziehen zu können.

Mit einem besonders großen Impetus entwarf der koreanische Designer die Kollektion SS18 E 1027, welche denselben Titel trägt, wie der Name der Villa. Dieser setzt sich aus den Initialen und einem Zahlenschlüssel des Alphabetes der Architekten zusammen. E=Eileen, 10=Jean, 2=Badovici, 7=Gray. Die Kollektion ist für die Bewohner des Hauses gedacht. Sie bringt besonders den offenen Lebensstil hervor und unterstreicht den natürlichen und unbefangen Standort der Villa.

Zusammen mit den geometrischen Formen Gray’s und Choi’s typischen femininen Schnitten und klaren Linien, sind offene und luftige Kleider, Jampsuits und Mäntel entstanden. Daneben tauchen leichte farbenfrohe Kleider und Accessoires auf, die der Kollektion einen Hauch von Lebenslust verleihen.

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Styling by Nobuko Tannawa
Casting by Shelley Durkan at Bryant Artists
Hair by Stephen Low at Neville Hair and Beauty for Loréal
Makeup by Adam de Cruz and the Mac Pro Team
Nails by Jessica Nails
Production by Blonstein

 

Change is hard at first | Mykke Hofmann

Es ist ein neues Kapitel des Labels holyGhost. Die zwei Designerinnen Jelena Hofmann und Sedina Halilovic haben sich einen neuen Namen für ihr Label überlegt. Nachdem sie in ihrer gemeinsamen Schulzeit erkannt haben, dass sie beide dasselbe Werte und Modeverständnis aufbringen, gründeten sie holyGhost. Sie teilten eine Ansicht „Was eine Frau trägt, sollte sie nicht nur schön aussehen lassen, sondern ihr Selbstbewusstsein und ihren Charakter unterstützen“

Nachdem sie sich den ersten Herausforderungen eines eigenen Labels stellen mussten, führen sie ihr Unternehmen heute mit sechs Mitarbeitern, einem Store und ihrer eigenen Produktionsstätte in Serbien. Ihr Streben nach hohem Maß an Qualität und fairen Arbeitsbedingungen unterstreichen ihr Label und ihre Arbeit.

Der Name holyGhost unterliegt seit langer Zeit einem großen Rechtsstreit und es schien, als ob die zwei Designerinnen diesen verlieren würden. Also haben sie sich entschlossen mit der Reife ihres Labels und ihrer Erfahrung sich einen neuen Namen für ihr gemeinsames Label zu überlegen. Daraus entstand Mykke Hofmann. Er setzt sich aus Sedinas Spitznamen und Jelenas Nachnamen zusammen. Genau wie ihre Herangehensweise an ihren Kollektionen. Sedinas etwas rebellische und intuitiver Arbeit und Jelenas rationaler und reflektierter Gedanke.

„Wir haben uns ganz bewusst für einen Namen entschieden, hinter dem wir uns nicht verstecken, sondern der aus uns herauskommt“, erklärt Jelena.

Nur der Name bleibt neu, Mykke Hofmann setzt weiterhin dort an, wo holyGhost aufgehört hat. Ihr Grundgedanke und ihre Arbeit bleiben bestehen. Holistische Herangehensweise, cleane Silhouetten verbunden mit fließenden und natürlichen Stoffen.

„Wir bleiben unserer DNA natürlich treu. Der Namensänderung ist aber ein langer Prozess vorangegangen, in dem wir uns auf das besinnt haben, worin wir unsere wirklichen Stärken sehen. Der Kollektionsumfang wurde stark reduziert. Wir ziehen mehr denn je Qualität der Quantität vor und stecken noch mehr Herzblut in Design und Verarbeitung, bis alles perfekt ist“, sagt Sedina.

 

Nun haben sie auf der Berliner Fashionweek ihre erste Kollektion mit ihrem neuen Labelnamen Mykke Hofmann präsentiert. Die Spring | Summer 2018 Kollektion ist geprägt durch clear design, graphic forms und natural colors. Inspiriert hat sie dabei zum einen der spanische Architekt der Postmoderne Ricardo Bofill, der mexikanische Architekt Luis Barragan und Ricardo Legorreta, ebenfalls ein mexikanischer Architekt.

 

Photos Antonia Weber

Édition Flora Steinrohner #mbfwb

Diesmal ist es wieder eine Reise durch die Natürlichkeit der Natur. Eine Welt der Blumen, wie die Biene von Blume zu Blume fliegt, fühlt sich das Publikum beim Anblick der neuen Kollektion Flora von Steinrohner. Schon bei Betreten des Catwalks wird klar, man ist in einer Welt des Blumenmeers gelandet. Es stehen große Vasen mit den buntesten und farbenprächtigsten Blumen am Rande des Catwalks, welche die Show unterstreichen sollen.

Viola, Iris, Tiger Lily und Butterblümchen heißen die verschiedenen Kreationen der Kollektion, passend zum Namen Flora. Der Betrachter schwebt in einer spannenden Fantasieblase zwischen feenhafter Kleidung und intensiven Farben wie gelb oder mal einem Silber dazwischen. Eine Mischung die auch die Blumenwelt verspricht. Aber nicht nur die Farben scheinen interessant, auch die Stoffe. Denn diesmal haben die beiden Designerinnen Inna Stein und Caroline Rohner mal etwas anderes gewagt und mit Plastik gearbeitet. Eine durchscheinende Plastikjacke mit zarten Blumenprints.

Die Kreationen sind so unterschiedlich und doch passen sie zusammen, wie die Welt der Blumen. Sie passen alle zueinander und können doch so verschieden sein. Mal farbenfroh, mal ein zartes leichtes Rosa oder ein helles Weiß, wie die Lilie. So zart wie die Lilie, haben die Beiden die Kreation Tiger Lily kreiert. Ein durchschimmerndes Kleid, mit weißen, abstehenden Lilien versehen. Wie die Lilie, so leicht scheint dieses Kleid über den Catwalk zu schweben und die Blicke auf sich zu ziehen.

 

Wir haben im Anschluss der Show Inna Stein zum Interview getroffen:

://CC Wie würdet ihr eure Kollektion selbst beschreiben?

Steinrohner Unsere neue Kollektion heißt Édition Flora. Inspirieren lassen haben wir uns durch Blumen, besonders durch die Vielfalt der verschiedenen Blumen. Auf das Thema sind wir durch ein Buch gekommen, welches Caroline von ihrem Vater geschenkt bekommen hat. In dem Buch sind alte Lithographien enthalten. Dann haben wir angefangen uns mit Lithographien näher zu beschäftigen und Dingen aus alten Zeiten. Der Aspekt was Altes in etwas Neues umzusetzen. Etwas Modernes zu schaffen aus etwas was schon älter ist. Das mit floralen Themen zu kombinieren. Wir haben ja immer natürliche Inspirationsquellen. Die bleiben immer zeitlos.

://CC Ihr habt euren Kollektionen verschiedene Namen gegeben, wie ist es dazu gekommen? Wie seit ihr darauf gekommen?

Steinrohner Jeder Stoff den wir ausgewählt haben, hat uns an eine andere Blume erinnert. Wie Jasmin, das ganz Plain weiße. Dann hatten wir aber auch Daisy, für den gewobenen Stoff mit den Fransen. Jeder Stoff und die Art diesen zu verarbeiten hat uns an eine Blume erinnert. Und wir benennen unsere Kollektionen immer nach natürlichen Themen.

://CC Und wie habt ihr eure Stoffe diesmal ausgewählt? Da ihr sogar Plastik verwendet habt.

Steinrohner Die Idee ist aus der Kooperation mit den Smartphone Cases entstanden. Wir wollten nicht nur die Cases, sondern auch richtige Teile aus Plastik kreieren. Also Taschen, Accessoires. Dann haben wir überlegt wie man das am besten umsetzen könnte. Ich hab das so in dieser Richtung auch noch nie gesehen.

://CC Wie war das dann mit der Verarbeitung? War das nicht besonders schwer?

Steinrohner Da musste man sehr lange ausprobieren. Das legt sich nicht, wie man das sonst kennt. Man kann das auch nicht nähen, sondern nieten. Dann musste man genau die Millimeter Angaben der Nieten Stärken herausfriemeln. Damit das auch wirklich alles klappt. Auch die Techniken, wir haben da viel mit Papier ausprobiert. Das hat uns wiederum an Blumenformen erinnert. Es gibt ja auch teilweise diese Origami Technik, welche wir mit einfließen lassen haben.

://CC Und zu eurer Kollektion hattet ihr diesmal teils silberne Schuhe mit intensiv gelben Strümpfen.

Steinrohner Das ist für uns ein Natürlich, Unnatürlich Kontrast. Wir finden es immer interessant mit Kontrasten zu arbeiten. Nicht immer ein Thema durchzuarbeiten, sondern auch Brüche zu schaffen. Latex ist ja eher aus der fetisch Branche, damit wollten wir das liebliche, der blumigen Ästhetik auflockern. Ein bisschen aufbrechen und etwas wagen.

://CC Das ist euch gelungen! Wie war eure Zusammenarbeit denn diesmal?

Steinrohner Wir haben sehr viel zusammengearbeitet wieder. Also viel zusammen geplant und eigentlich alles zusammen gemacht.

://CC Hat sich denn viel seit der letzten Fashionweek bei euch verändert?

Steinrohner Wir haben viel Aufmerksamkeit dazu gewonnen, sehr viel neue Fans, die sich jetzt auch etablieren. Neue Läden in Dublin, in der Schweiz und in Italien eröffnet. Daran wollen wir weiterhin anknüpfen.

Photos Michael Wittig

Rebekka Ruétz #mbfwb

Eine Mischung aus Science Fiction und  feminen Schnitten umhüllt uns beim Anblick der neuen Kollektion von Rebekka Ruétz. Aber auch die kräftigen und unterschiedlichen Farben, welche aufeinander treffen ziehen den Betrachter ins seinen Bann. Es ist eine überwältigende Harmonie von so verschiedenen Mustern und Schnitten, die man zuvor nie kombiniert hätte.

Die Designerin hat etwas ganz Neues einzigartiges erschaffen. Weiße und teils bunte Handschuhe, teils geschnürrt bis zum Ellenbogen haben die Kollektion unterstrichen. Als Accessoire gab es Sonnenbrillen in den unterschiedlichsten Formen und Farben, die den teilweise Retro Look erstrahlen lassen haben.

Zu ihrer Kollektion hat sie ein klares Statement gesetzt, indem sie eine reife, ältere Dame über den Laufsteg laufen lassen hat.

Sie ist dafür bekannt, dass sie Stoffe und Materialien verwendet, welche auf der Innenseite der Kleidung die Energiezentren im Körper der Trägerin auf positive Weise stimulieren, was sie auch dieses Mal wieder mit einfließen lassen hat.

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Défilé Brachmann #mbfwb

Man kennt das Label normalerweise als ausschließliches menswear Label. Nun kam die Überraschung! Die Designerin Jennifer Brachmann hat nun zum ersten Mal eine Frauen-Kollektion kreiert. Die neue Frühjahr | Sommer 2018 Pre-Collection zeigt neben der obligaten Männer Kollektion, lange Anzughosen mit Schlag in Grau für Frauen. Kombiniert dazu mal ein schwarzes Top oder eine feine Bluse in Blau. Für die Frauen gab es lange weiße Strümpfe mit weißen hohen Schuhen. Im Kontrast dazu trugen die Männer schwarze Strümpfe mit schwarzen Schuhen. Immer wieder scheint die Inspirationsquelle von der Designerin hervor zu stechen. Bauhaus Style, Contemporary Art und Popular Culture. Ein unverkennbares Merkmal des Labels liegt auf dem Minimalismus, welcher auch dieser wieder deutlich die Kollektion unterstreicht. Schlichte Farben in Schwarz, Grau und Weiß. Dazu einfach gehaltene Schnitte.  Das warten hat nun ein Ende und die Capsule Collection Women ist da!

Photo by Andreas Rentz/Getty Images for DER BERLINER MODE SALON

Ivanman #mbfwb

Intensives Blau, gemischt mit tiefem Schwarz. Das sind wohl die Farben die in der neuen Frühjahr/Sommer Kollektion 2018 von Ivanman klar hervorstechen.

Inspiriert wurde der Designer Ivan Mandzukic diesmal vom Aktionskünstler Joseph Beuys. Die für Beuys typische Weste kombiniert mit der klassischen Arbeitskleidung. Kunst und Arbeitskleidung harmoniert mit Schnürungen in einem Gelb oder Grün und den praktischen Taschen.

Ein Zusammenspiel, welches den Betrachter nicht an Aufmerksamkeit verlieren lässt. Ein sommerlicher Look und doch vereinzelt die typischen Ivanman Oversized Jacken und Mäntel in den Farben Schwarz und Blau. Trotz neuer Ideen, bleibt Ivanman auch in dieser Kollektion seinen alten Mustern wieder treu und schafft eine beeindruckende Mischung zwischen alt und neu.

IVANMAN MBFW Berlin SS18

IVANMAN MBFW Berlin SS18

IVANMAN MBFW Berlin SS18

IVANMAN MBFW Berlin SS18

IVANMAN MBFW Berlin SS18

Photos KOWA BERLIN

 

Valentin Yudashkin Paris Fashionweek

Valentin Yudashkin Fall/Winter 2017-2018

Der russische Designer Valentin Yudashkin hat in Paris wieder einmal seine Kollektion zur Fashionweek präsentiert. Seine Intention hinter seiner ready-to-wear-collection: Das männliche Sinnbild mit der weiblichen Eleganz zusammen führen und daraus ausdrucksvolle Looks zu konstruieren. Dabei spielten verschiedene Formen der Evolution und der multidimensionalen Natur der Mode des Mannes des 20.Jahrhunderts eine zentrale Rolle. Es wurden lange Mäntel mit großen Taschen und Boyfriend Hosen, sowie Pullover aus handgemachter Wolle geschaffen.

Yudashkin ließ sich besonders von der byzantinischen Kunst inspirieren, welche sich aus der antiken Kunst herausbildete mit dem Anspruch nach dem christlichen Gedankengut. Er verwendete alte, für die byzantinische Kunst typischen Ornamente und Muster, sowie Farben. Tiefes Schwarz und ein nobles Grau oder auch ein antikes Gold und Bronze.

Die Kollektionen von Valentin Yudashkin wurden bereits schon im Louvre, im Californian Museum of Fashion, im State Historical Museum in Moskau, im International Museum of Olympic Games und im Metropolitian Museum of Art in New York zur Schau gestellt.

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

FW17 VALENTIN YUDASHKIN PARIS FASHION WEEK

The photos are provided by the press office of the fashion house

Sample-Cm #mbfw

Mit einem Fahrstuhl geht es weit unter die Erde, jenseits jeder Normalität. Die Türen gehen auf und zugleich öffnet sich eine neue Unterwelt. Ein leicht beleuchteter Weg begleitet mit Musik führt zu dem vermeintlichen Catwalk. Wäscheleinen hängen an den Wänden und werden mit Oberteilen der Models behängt. Nasses Haar, glänzende Haut und eine Unterwasser Kollektion ergeben die Perfektion des Geschehens. Die französische Designerin Margot Charbonnier ließ ihr Publikum in eine imaginäre Unterwasserwelt abtauchen. Bläulich installiertes Licht begleiten das Gefühl der Unterwasserwelt, während die Models entweder mal ein Oberteil ausziehen und es aufhängen und ein Badeanzug zum Vorschein kommt oder ein bereits hängendes Oberteil neu in Szene setzen. Das Kollektionsprojekt „grand bassin“ (don’t think before you leap) ist inspiriert durch Sport und Activewear. Schichten aus wässrigen Oberflächen und Racerback Cuts. Die Kleidung der französischen Designerin soll als ganzheitliche körperliche Praxis angesehen werden.

 

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Thomas Hanisch #mbfw

Thomas Hanisch hat eine neue Welt der Cruella de Vil geschaffen. Ganz nach dem Motto „Morality isn’t black and white“ schuf der Jungdesigner die Avantgarde Couture Kollektion. Enge Latex Kleidung trifft auf Pelz und Hahnentritt. Der Zuschauer verfällt in ein Spiel zwischen Gefahr und Anziehung. Rot geschminkte Augen und eine moderne Neuinterpretation der Cruella. Zwischendurch eine fast scheinbar neue Welt aus bunten Farben und großen Sonnenbrillen sorgen für den gewissen Hauch von Moderne.

Thomas Hanisch

 

Insight #mbfw

Julian Zigerli

Präsentierte Julian Zigerli seine Mode bereits bei der Mailänder Fashionweek, ist er nun auch auf der Mercedes-Benz-Fashionweek in Berlin am Start. Am 08.07. bekommen die Zuschauer den Ort der Show per Sms mitgeteilt: »Geschichtspark Moabit«. Inmitten einer Ruinen gleichenden Szenerie laufen die Models, entführen uns mit ihren kleinen musikspielenden Boxen in der Hand in Zigerlis grotesk-schöne Welt. Von einer Mauer aus sitzend betrachten wir seine Show. Die Kollektion variiert, vom gelben Tanktop bis hin zum transparenten Strickpullover, vom schlichten Schwarz-Weiß bis hin zum bunten Anzug. Oft wiederzufinden sind die aquarellartig anmutenden Farben, aber auch einige Teile, welche auf die Kindheit plädieren. An den Händen, Füßen und auch am Hals der Models ist das auf dem Boden wachsende Gras wiederzufinden. Raffiniert drapiert, um so ein kunstvolles Ganzes zu erwirken. Zum Schluss gebietet Zigerli dem Publikum noch eine bessere Sicht auf seine Kollektion. Während die Models zwischen Bäumen stehen, machen wir Fotos von ihnen. Ein offener Showroom offenbart eine optimale Sicht auf alle Looks.

Ivanman

Am 07.07 sehen wir die ausschließliche Menswear Kollektion von Barton Fink. Grau und Schwarz dominieren bei den Hosen der Models. Doch bei den Oberteilen überrascht eine vielfältige Farbenpracht. Immer wiederkehrende Farben sind Rot, Gelb, Blau und Pink. Ob ein auffällig gelber Mantel zu einer grauen Anzughose oder mal ein rotes Hemd und darüber ein grauer Mantel. Immer ist Farbe mit im Spiel. Aber nicht nur Mäntel sind zu sehen, sondern auch neu interpretierte Bomberjacken in Rot oder in sich wiederholendem Grau. Barton Fink stellt einen faszinierenden Gegensatz von seinen feinen Stoffen der Anzughosen zu seinen groben Strickoberteilen in Pink, Gelb und Blau her.

Vektor

Kristina Pulijan und Martin Eichel zeigen am 07.07 ihre Spring Summer Kollektion. Wir sehen blaue und weiße Outfits mit viel Jeans und Netz. Auffällig ist, dass bei jedem Model Haut zu sehen ist. Mal ist es nur ein Netz Outfit und darunter blitzt Haut hervor oder ein kurzer Rock oder eine kurze Jeanshose. Die Designer bewegen sich mit ihrer Kollektion zwischen den Grenzen der Geschlechter. Wir sehen auch mal ein männliches Model mit einem durchsichtigem Rock und ein weibliches Model mit einem Jeans- Outfit, welches eher männlich wirkt. Die Frauen zeigen mit ihren streng geflochtenen Zöpfen ihre Weiblichkeit und ein Teil des kleinen Mädchens, was noch in ihnen steckt. Zu jedem Outfit tragen die Models weiße Sneaker, was den Streetstyle der Kollektion unterstützt.

Alexandra Tamele 

Die gerade mal 22-jährige Designerin bietet uns am ersten Tag der Fashion Week einen Blick auf ihre lässige Kollektion. Ein Showroom gibt uns einen intensiveren Eindruck auf die Looks. Es sind viele orangefarbige Jacken oder Shirts dabei, oder auch ein locker sitzendes Kleid mit dem Logo der Designerin in riesengroß. Die Stoffe sind entweder weich und gemütlich oder wirken seidig glatt. Zu dem immer wiederkehrenden Orange wird entweder etwas in derselben Farbe kombiniert oder etwas Beiges, was das Orange hervorstechen lässt. 10 Streetstyle Outfits dürfen wir bewundern und dank des Open Showrooms reichlich Fotos machen.

Hien Le 

Im Mai 2010 gründete Hien Le sein eigenes Modelabel und zeigte uns am Mittwoch früh morgens im bezaubernden Kronprinzenpalais seine Mode. Wir sind von der Einfachheit und der Hochwertigkeit der Outfits in den Bann gezogen. Es ist viel Farbe zu sehen, jedoch nicht knallige, sondern sehr zarte und weiche Töne und immer mal wieder etwas knalliges grünes. Eine Shorts, ein Kleid, ein Pullover in diesem Grasgrün. Wir sehen weiße Sneaker die die Einfachheit und die Schönheit der Kollektion unterstützen, aber es werden auch braune Sandalen kombiniert, die zu den Outfits sehr aufregend sind. Das gelegentlich auftauchende Khaki ist ein interessanter Gegensatz zu den pastellfarbenen Looks und fesselt den Blick des Betrachters.

Franziska Michael 

Schwarzlicht blendet uns, als wir am 08.07. auf den Catwalk der Stage gehen und unsere Plätze suchen. Ein scheinbares Lager am Anfang des Catwalks lässt uns neugierig werden. Das erste Model trägt einen durchsichtigen, glänzenden Mantel mit den Initialen der Designerin – »FM«. Der Mantel leuchtet in dem Schwarzlicht und gibt dem Betrachter ein ganz neues Bild von der Mode. Danach sehen wir Latzhosen aus Leder oder aus Jeans. Auch bei den männlichen Models finden wir die Farbe Rosa, womit die Designerin ein eindeutiges Zeichen setzt, dass die Farbe nicht nur Frauen tragen können, sondern auch Männer. Immer wieder sehen wir runde Brillen, auf den Köpfen der Models, die ein wenig an den Look der kleinen gelben Mainions erinnern.

Rebekka Ruétz 

Die junge Designerin absolvierte 2008 ihre Ausbildung als Modedesignerin an der AMD in München. Ein Jahr später gründete sie ihr gleichnamiges Modelabel und gewann einige Preise. Am zweiten Tag der FashionWeek präsentiert sie ihre Kollektion. Der Runway ist bis oben hin voll und alle sind gespannt. Die Models erinnern uns an Frida Kahlo. Die Designerin hat ihnen bunte Bänder oder Blumen ins Haar gebunden. Die natürlichen Augenbrauen sind hell retuschiert, darunter sind schwarze, langgezogene Augenbrauen zu erkennen, die Andeutung einer Mono-Augenbraue. Auch die Kollektion ist vielfältig und mit viel Farbe angereichert. Aber die übergroßen Gürtel der Models stechen am deutlichsten hervor. Als Rebekka Ruétz sich zum Ende ihrer Show noch einmal selbst zeigt, trägt sie ebenfalls ein Teil ihrer eigenen Kollektion.

One Wolf 

Die lettische Designerin Agnese Narnicka zeigte am Mittwochnachmittag in der Stage der Mercedes Benz Fashion Week ihre Spring Summer Kollektion. Die Mode gibt uns einen interessanten Einblick auf die stilvollen und experimentalen Schnitte der Designerin. Wir sehen ausschließlich sehr klassische Mode, aber hin und wieder auch einen Rucksack, der einem Schulranzen ähnelt oder eine weitere Hose, die dem Klassischen eine andere Sichtweise gibt. Auch hier gibt es ein sicher stetig wiederholendes Element: Alle Models tragen eine Schleife, die einem Schmetterling nachempfunden ist,  jedoch in unterschiedlichen Farben. Die Intensität der Farben ist dabei ein echter Eyecatcher.

Annelie Schubert 

Am Donnerstagmorgen sind wir bereits von der zarten, weichen und weiblichen Kollektion Annelie Schuberts fasziniert. Sie verwendet schwer aussehende Stoffe, die durch die Leichtigkeit der Farben jedoch wieder relativiert werden. Viel Beige und Schwarz sind zu sehen und dann blitzt ab und zu mal etwas Farbe hervor. Auch Fell ist zu sehen und wird von der Leichtigkeit der Kollektion angesteckt. Die Models tragen ausschließlich locker zurückgebundene Zöpfe, die das doch manchmal strenge eines Pferdeschwanzes verdängen.

Barre Noire 

Am Mittag des 09. Julis beglücken uns zwei Tänzerinnen der Barre Noire Show. Sie tanzen über den Runway, gekleidet in Outfits der Spring Summer Kollektion des Designers Timm Süssbrich. Das starke Blumenmuster wird begleitet von einer zarten hellblauen Bluse oder einem Wildleder-Oberteil. In seiner Kollektion sticht nicht nur das Blumenmuster ins Auge, sondern auch der Streifenlook, den der Designer am Ende selbst trägt. Weiße Outfits mit zarten, angedeuteten Streifen, dazu entweder ein gleich aussehendes Teil oder ein Overall in dem wieder selben Flower-Print sowie erdige Brauntöne. Am Ende beweist Timm Süssbrich seine Symphatie, als er mit den Tänzerinnen noch einmal gemeinsam das Tanzbein schwingt.

Steinrohner 

Das Berliner Label von Inna Stein und Caroline Rohner bekommt Inspiration von den verschiedensten Medien, ob es Bilder oder Geschichten sind oder auch mal ein kompletter Film, die sich dann in ihrer Mode widerspiegeln. Am 09.07. bewundern wir diese Kunst in der Stage der Fashion Week. Ein Open Showroom offenbart uns die verschiedensten Stoffe und Schnitte. Abstrakt anmutende Kleider und Röcke mit dicken weißen Fäden sind zu sehen. Eine schwarze kurze Regenjacke, die durch den leichten Rotstich und den edlen Stoff seine Eleganz beweist. Nicht nur Regenjacken werden präsentiert, sondern auch flauschige Regenschirme und die interessantesten Kopfbedeckungen. Zu diesen künstlerisch kreirten Looks tragen die Models Plateau-Sandalen mit einem silbernen Riemen.

Graduate Show HTW Berlin 

Am Abend des Donnerstages sehen wir noch die Graduate Show der HTW Berlin. Die Absolventen der Universität präsentieren ihre Kollektionen. Einer nach dem anderen. 40 Minuten dauert die Show an und es wird nie langweilig. Besonders die Designer Lea Semmel und Dana Kanin sind uns im Gedächtnis geblieben. Die Designerin Dana Kanin will sich selbst im Internet inszenieren und schafft sich eine eigene digitale Identität. Das spiegelt sich auch in ihrer Kollektion wider. Bodenlange Mäntel mit verschiedenen Buchstaben und Zeichen, die wie Programmiersprachen anmuten. Einige erkennbare Sätze sind abgebildet, wie zum Beispiel »Fuck You« oder »Future«. Aber auch die Kollektion von Lea Semmel ist beeindruckend – schlicht und doch nicht langweilig. Besonders auffällig sind die geraden Schnitte der Kollektion und einige technische Details, die sie mit in ihre Outfits fließen lässt. Ein gerader blauer Mantel zum Beispiel mit einem weißen Anhänger, der eine perfekte Symbiose aus Schnitt und Stoff ergibt.

Sammler Berlin 

Das junge Berliner Modelabel entwirft hauptsächlich Abendmode mit auffällig vielen Pailletten und teilweise auch Glitzer. Die langen bezaubernden Kleider scheinen über den Catwalk zu schweben. Jedes Outfit wirkt durch seine Schlichtheit und seinen Glamour elegant. Viel Weiß ist zu sehen und kaum Farbe, aber gerade das ist genug, da die Kleider lang und elegant sind und in ihrer Schlichtheit bereits perfekt scheinen.

Fyodor Golan 

Am letzten Tag der Fashion Week zeigten die Designer Fyodor und Golan ihre Kollektion auf dem Runway. Geometrie und Ästhetik spiegeln sich in ihrer Mode wider. Lässig und elegant ist es und das sind interessante Gegensätze, mit denen die Designer hier spielen. Es wirkt zunächst zu viel. Ein bunter Rock, eine hellblaue Jacke mit einem gelben Rand und bunten Ärmeln, dazu noch orangene Kniestrümpfe und hohe Plateauschuhe. Und das alles noch in Neon. Es ist aber eben durch diese Vielfältigkeit an einem kompletten Outfit so inspirierend und unglaublich. Die Designer schaffen es, dass es nicht zu chaotisch wirkt, sondern einfach perfekt faszinierend. Die Zuschauer sind in den Bann gezogen von den graziösen bunten Erscheinungen auf den Plateau-Highheels mit ebenso neonfarbenen Schnallen. Ein gelungener Abschluss der Fashion Week mit einem knallbunten Potpourri.